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Corey Yuen liefert mit „Dead Or Alive“ eine Computerspielverfilmung ab, die 30 Mio. $ an Produktionskosten verschlungen hat. Meiner Meinung nach hat er das Geld damit komplett in den Sand gesetzt. Denn wirklich Produktives kam dabei nicht heraus.

Die Weltbesten Kämpfer werden zu einem illegal veranstalten Wettkampf auf einer Insel eingeladen, wo sie gegeneinander antreten und ihre Kampfkünste präsentieren können. Der Sieger erhält als Belohnung 10 Mio. $.

Im Grunde genommen wäre das auch schon die ganze Story. Denn so viel mehr bietet der 80 Min. Streifen nicht. Im Vordergrund stehen vier sexy Weiber, die nicht nur unglaublich scharf aussehen sondern auch ebenso kämpfen können. Also verfolgen alle das Ziel, auf das Geld aus zu sein und in die Geschichte als beste Kämpferin einzugehen.
Eine von den Mädels ist eine Prinzessin und verlässt ihr Königreich um nach ihrem verschollenen Bruder zu suchen, der ein Jahr zuvor ebenfalls an dem Turnier teil genommen hat. Natürlich glaubt sie nicht an seinen Tod, weil seine Leiche bisher nicht aufgetaucht ist. Eine andere hat jetzt ein bestimmtes Alter erreicht und will nun endlich an dem Turnier teilnehmen um damit ihrem verstorbenen Vater etwas zu beweisen. Wie schon erwähnt sind die anderen Teilnehmer auf die Siegerprämie aus. Eine davon ist zudem noch eine professionelle Diebin und will mit einem ehemaligen Bekannten und auch Turnierteilnehmer, das Geld eines Tresors stehlen, der erst mal gefunden werden muss.

Dabei kann man dem Film einen gewissen Trash-Faktor nicht absprechen, allerdings ist er mit einem Budget von 30 Mio. $ einfach zu mainstreamig. Denn die Story ist in Wirklichkeit gar keine, hier und da versucht man noch eine Verschwörung aufzudecken, weil der Veranstalter etwas ganz anderes im Schilde führt. Gegen Ende gibt es sogar noch einige Sci-Fi-Einlagen wodurch der Film mit zunehmender Laufzeit immer lächerlicher wird, aber spätestens nach etwa 10 Min. nachdem der Film startet,  weiß der Zuschauer schon sowieso das er das Geschehen schon nicht mehr ernst nehmen kann. Genauso wie Logik oder Realismus sind hier einfach nicht gegeben.
Das fängt schon bei den Fightszenen an, die zwar von Corey Yuen ordentlich choreographiert wurden, aber bei den heftigen Einsatz von Stilmitteln, wie Drahtseilen und teilweise CGI jeder Depp ausführen könnte. Zudem sind die Fights zu übertrieben, zu unübersichtlich, als das man jetzt viel erkennen könnte. Auch der Einsatz von Waffen ist laut den Wettbewerbsregelen untersagt, was zudem dazu führt das die Kämpfe auf Kindergartenniveau sind und keiner Verletzungen davon trägt. Auch wenn mal hier und da kurz mit Schwertern gefightet wird, fließt nicht ein Tropfen Blut. Stattdessen kriegen wir viele verschiedene verrückte Charaktere geboten, wo jeder auf cool getrimmt ist und seine eigenen miesen Sprüche zum Besten gibt.

„Dead Or Alive“ ist ein Film der im Grunde reine Zeitverschwendung ist.
Denn außer netten Locations, ein paar guten Kämpfen, den geilen Weibern, die ständig in Bikinis herumlaufen und dabei soviel Haut zeigen wie es überhaupt nur geht, bietet der Film Klischeecharaktere gepaart mit einer nicht mal vorhandenen Story. Natürlich hat der Film anfangs noch einen gewissen Unterhaltungswert und man erwartet gar nix mehr, dennoch sinkt auch dieser mit jeder Minute. Denn was den Zuschauer anfangs noch bei halbwegs Laune halten kann, wird immer dümmlicher.
Klar gibt es hier und da auch einen gelungenen Spruch, und die Beachvolleyball Szenen sind bestimmt noch mitunter das Beste am Film, aber mal ehrlich wer schaut sich so was freiwillig ein zweites Mal an.
Zudem ist Eric Roberts der wohl mieseste Antagonist, den man sich überhaupt nur vorstellen kann. Wo er sich seine obercoole Sonnenbrille aufsetzt und dadurch fighten kann wie der Gottkämpfer schlechthin, ist einfach zu amüsant.
Anschauen und sich an der Lächerlichkeit dieses Films erfreuen.

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