Wenn Bernd Eichinger mal wieder an Comic- oder Videospielverfilmungen rumproduziert, kann man gleich ein Warnschild aufstellen, dass es vermutlich optisch recht ordentlich, aber inhaltlich eher flach wird.
So auch geschehen bei der filmischen Umsetzung des Fight-Spielchens „Dead or Alive“, das zur Abwechslung mal ein paar knackige Mädels in den asiatisch gefärbten Infight schickt.
Grundsätzlich geht es mal wieder um ein geheimnisvolles Turnier auf einer abgelegenen Insel, das zu gewinnen ist und alle Meister verschiedenster Kampfsportarten versammelt. Da dürfen alle schon mal gefällig „Mortal Kombat“ schreien, denn genauso wie dieser klassische Klopp-Stumpfsinn, gibt es hier auch rundenweise aufs Hirn, nur eben mit knusprigen Mäuschen in der Hauptrolle.
Nebenbei ist natürlich noch ein Erzbösewicht am Werk (wer auch immer Eric Roberts auf der Besetzungsliste erhascht, weiß natürlich was die Stunde geschlagen hat), ein bisschen Geld soll auch noch geklaut werden und Familienzusammenführung im tragisch-dramatischen Stil gibt’s auch noch obendrauf. Ganz zu schweigen von dem Nerd-Techniker, der sich in das knackige Töchterlein des Veranstalters verguckt.
Das ist auch alles nötig, denn der Kampfplot ist so seicht, dass er kaum ein Dreiviertelstündchen füllt. Mit der Alibi-Asiatin (Devon Aoki kann man wirklich nicht bescheinigen, Schauspielerin zu sein) aus dem Wolkenschloßkönigreich, einer Top-Wrestlerin (Marke blonder Trash) und einer Diebin und Kampfspezialistin sind die Pferde natürlich gesattelt, darauf gibt’s noch Love Interests für jede von ihnen, den Quotenschwarzen und was wirklich jeder Fünfjährige in diesem Film noch erwarten kann.
Wäre noch erträglich, wenn diese Arschwackelparade zumindest in den Kämpfen ordentlich rocken würde, aber was die sehr bemühten Damen hier bieten, hat man alles schon irgendwo anders reichlich gesehen und erfreut wohl nur die lechzende Teeniemännlichkeit.
Der offensichtliche Einsatz von reichlich Wirework ist dem überzeugenden Erscheinungsbild auch nur abträglich – von den beknackten Hilfsdialogen mal ganz abgesehen.
Auf jeden Fall ist das Turnier irgendwann Tralala, die Mädels im Bikini abgenutzt und alles versammelt sich zum großen Finale, wo Eric Roberts nicht verhehlen kann, dass selbst beste PC-Technik nicht darüber hinwegtäuschen kann, das er kein Meisterkämpfer ist und das beste Alter auch schon einige Zeit (und Fläschchen Alk) her ist.
Leider weder besonders lustig, noch besonders gut getrickst, werden wie gesagt Teenies noch ihren Spaß haben, allen anderen bieten sogar die 80er-Actioner noch mehr Erlesenes, vor allem was die Härte angeht. Daß der einzige Hauch Ironie des Films übrigens komplett im Trailer vorkam, sollte auch erwähnt werden. Tittenparade, ganz stylish. (3/10)