Sagen wir mal, so rein hypothetisch, dass der Mensch die Fähigkeit zum Denken, zumindest ab und dann mal, besitzt, so könnte man auch mal, natürlich wieder nur rein hypothetisch, den logischen Schluss ziehen, dass er dies auch tut. Auch das Sehen von Filmen bedarf schon einiger kognitiver Funktionen und stellt somit eine Beanspruchung des Gehirns dar.
Produzent Eichinger dachte sich wohl, dass das schon zuviel Kapazitäten verbraucht und so muss ihm, zusammen mit anderen Kleingeistern des Filmgeschäfts, der „grandiose“ Einfall gekommen sein einen Film zu kreieren, der ausschließlich die Reflexzentren unserer neuronalen Netzwerke, mittels wackelnden Brüsten und knackigen Gesäßen, stimuliert.
Prima! Und vielen Dank für diese Reflexstimulierenden 70min. und ein paar Zerquetschte!
„DOA- Dead or Alive“
Die „Story“ ist ganz schnell und reflexartig zu vermitteln:
Vier grazile Kampfchicks treten auf dem legendären Dead or Alive Kampfsportwettkampf gegen andere Kampfsportgrößen an. Der Gewinner erhält ne Menge Kohle. Doch der Veranstalter führt was ganz anderes im Schilde mit der Begabung der Wettkampfteilnehmer...
Hammer Story, nicht wahr?
Nein, das kann wirklich nicht wahr sein!
Außer, zugegebenermaßen, athletisch und wohlproportionierten weiblichen Geschöpfen, die nett choreographierte Martial-Arts-Moves in der Sommerkollektion von 2005 präsentieren, hat „DOA - Definitiv ohne Aussage“ nichts, aber auch wirklich gar nichts zu bieten!
Selbstverständlich erfreut man sich über den hohen Prozentsatz an nackter Haut, doch die verbalen Ausdünstungen der Protagonistinnen verwähren dann dem männlichen Zuschauer noch die letzte reflexartige Freude, welche ihm dieser Streifen durchaus bieten könnte.
Selbst der notdürftig eingeschusterte Plot mit der tollen Sonnenbrille, welche die Kampftechniken der Opponenten im Vorfeld analysiert, hätte man sich sparen können. Dann hätte man zumindest den sexy Girls beim fighten zuschauen können, ohne das sie unnötig irgendeinen seichten Dialog von sich geben müssen. Das „Chicks & Guns“ Prinzip aus „Jackie Brown“ hätte sich in modifizierter Form absolut bewährt!
O.K., genügend genörgelt! „DOA – Dumm, Oberflächlich, Absurd“ hat ja auch seine guten Momente.
Zum einen die Optik. Die Schauplätze sind wunderbar gewählt und da ist es auch nicht tragisch, dass alles irgendwie ziemlich aufgesetzt und erzwungen rüberkommt. Da die Mädels ja recht nett anzuschauen sind, wo wir schon beim zweiten Pluspunkt sind, schaut man dann schon mal über einige Belanglosigkeiten, wie Logik und Realitätsnähe, wohlwollend hinweg. Auch mangelnde Schauspielleistungen sind ja nicht wirklich von Nöten, wenn der Brustumfang höher ist, als der gemessene IQ der Darstellerinnen.
Fazit:
Unterhalten kann der Film nur wegen den netten Damens (solange jene die Klappe halten!) alles andere, bis auf ein paar nette Kampfeinlagen, die jedoch allesamt zu kurz und schnell geschnitten sind, kann man getrost in den geistigen Abfalleimer treten. Als eine durchaus gute alternative für „DOA“ würde ich die „Sexy Sportclips“ auf DSF empfehlen!
Für die sexy Chicks gibt’s 3 Punkte!