Review

Scorceses Copthriller ist inhaltlich ein Remake von infernal affairs und handelt von dem Kampf der Polizei gegen das organisierte Verbrechen. Der Clou hierbei ist, dass der vermeintlich Gute der Böse ist und umgekehrt.

Leonardo di Caprio verkörpert einen jungen Cop, der sich undercover in die Mafia einschleusen lässt. Ihm gegenüber steht Matt Damon als korrupter Cop, der dem organisierten Verbechen unerkannt hilfreiche Information zukommen lässt.

The Departed ist zunächst einmal großartiges Schauspielerkino. Das Trio Di Caprio, Damon und Jack Nicholson (als Mafiaboss) spielt einfach umwerfend gut.

Mit steigender Laufzeit macht auch das Verwirrspiel um die doppelten Identitäten immer mehr Laune. Dabei kommt dann auch die Action nicht zu kurz, gewürzt mit einigen realistisch anmutenden Gewaltausbrüchen.

The Departed hat aus meiner Sicht aber zwei Probleme :

Man merkt dem Film leider an, dass offensichtlich viel mehr Rohmaterial auf rund 150 Minuten zurechtgestutzt werden musste. Die Einleitung der Charaktere wirkt derartig gehetzt, dass das verbliebene Flickwerk kaum noch nachvollziehbar ist. Neue Szenen beginnen z.B. sehr häufig mitten im Dialog. Hier waren sicherlich mal einleitende Kamerfahrten geplant (ein Wagen fährt vor, jemand steigt aus und betritt ein Haus, etc.) Dann hätte man den Film auch gleich 45 Minuten später mit dem Einsetzen der eigentlichen Story beginnen lassen können, denn erst hier kommt der Film "zur Ruhe" und beginnt zu wirken.

Desweiteren wirkt die deutsche Synchronisation der im Original sicherlich überzeugenden Flüche und Kraftausdrücke derartig aufgesetzt, dass viel von der geplanten Wirkung verloren geht.

Fazit :
Sehenswerter und harter Copthriller mit konzeptionellen Schwächen
7/10 Punkte

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