Amerika. Das Land ohne Synchronkultur. Martin Scorsese macht sich auf und erschafft ein Remake des Oscar-nominierten Asia-Thrillers Infernal Affairs.
Das Grundkonstrukt bleibt unangetastet und 40 Minuten wurden noch hinzugetextet. Und da komme ich direkt zu meinem ersten Kritikpunkt. Warum? Klar man muss was was neues dazufügen damit man nicht sagen kann man hat bloß kopiert. Aber das nimmt die Spannung und die Fahrt aus dem Film. Infernal Affairs geht zwar nur 90 Minuten, die sind aber knackig und Actionreich.
Es waren mir zu viele langezogene Passagen. Zuviel drum herum. Mir ist bewusst das Scorsese noch mehr den Gewissenskampf der Protagonsiten Damon/Di Caprio darstellen wollte.
Ganz allgemein ist das Staraufgebot super. Neben Matt Damon und Leonardio Di Caprio sind ein genialer Jack Nicholson, Alec Baldwin, Mark Wahlberg etc. vertreten. Was den Film noch ein bisschen anhebt. Denn das Ensemble macht einen verdammt guten Job.
Die Musik ist wie immer in einem Scorsese Film fantastisch abgestimmt. Am meisten freute es mich das die Dropkick Murphys auch vertreten sind. Aber es wäre auch verwerflich gewesen wenn das nicht der Fall gewesen wäre. Denn wenn ein Film in Boston spielt dann dürfen die Dropkick Murphys nicht fehlen.
Alles in allem ist es ein langatmiges Remake geworden ohne große Neuerungen. Nun stellt sich die Frage: Hat dieser Film 4 Oscars verdient? Ich sage nein. Zu wenig Spannung. Die Action zu kurz. Zu unwichtiges Geplänkel. Das Scorsese einen Regie-Oscar schon lange verdient hätte steht ausser Frage. Aber nicht für Departed.
Leider nur Mittelmaß 5/10 Punkten