Ein sehr geiler Film.
Ich habe vorher nichts von den "Geschichten aus der Gruft gesehen" und war daher völlig un-voreingenommen. Die Einleitung des Films ist wirklich genial. Man weiß ja nicht, dass es nur die Einleitung ist. Endlich mal auch eine Badewannenszene, bei der die Frau nicht bis auf den Kopf im Wasser verschwindet und man auch mal sieht, was sie zu bieten hat! Und das ist in diesem Falle EINIGES.
Aber das soll ja nicht über die Qualität des Films entscheiden. Der allseits beliebte Grufti jedenfalls leitet dann sein neuestes Werk Ritter der Dämonen ein.
Der Ritter der Dämonen wird hier genial von Billy Zane gespielt. Er verfolgt seinen Gegenspieler Brayker (William Sadler), weil dieser den letzten Schlüssel besitzt, den die Dämonen brauchen, um das Dunkle über die Welt zu bringen. Brayker verschanzt sich in einem abgelegenen Motel, wo er sich zunächst in Sicherheit wägt. Dort begegnet er unter anderem Jada Smith, (ich weiß nicht mehr wie sie im Film heißt) der Frau von Will Smith. Also noch eine sehr gut besetzte Stelle im Film. Im Anbetracht der Brutalität ist der Film also hervorragend besetzt.
Ihre einzige Chance im Kampf gegen die Dämonen ist das Blut Christi, dass sich noch im Dämonenschlüssel befindet. Mit diesem Blut kann man sich Dämonen einigermaßen vom Hals halten.
Als der Ritter der Dämonen nicht ohne Widerstand an seinen ersehnten Schlüssel kommt, beschwört er seine kleine Dämonenarmee, die nun radikal auf die Jagd nach dem Schlüssel gehen und dabei nur durch Schüsse direkt ins Auge aufgehalten werden können.
Die Stimmung im Film ist sehr düster gehalten und die Dämonen sind auch nicht lächerlich gemacht sondern repräsentieren wirklich das Grauen und können sogar einem eingefleischten Horrorfan wie mir ein wenig Grusel unter die Haut zaubern.
Endlich mal wieder ein Horrorfilm, der diesem Namen auch gerecht wird.
Der Kampf Gut gegen Böse wird ja oft dargestellt, aber hier ist es wirklich hervorragend gelungen. Vor allem gefielen mir die Szenen, in denen der Ritter der Dämonen versucht, die Hotelinsassen auf die Böse Seite zu ziehen. Das Bild das Bösen, das das Gute verführen will, ist wirklich wunderbar dargestellt. Mitsamt den Schwierigkeiten, dieser Verführung zu widerstehen. In einer der Verführungsszenen kommt sogar die Pornodarstellerin Chasey Lane zu einem Kurzeinsatz. Respekt!
Die Stimmung ist also stark, genauso wie die schauspielerischen Leistungen und die Story. Doch auch dieser Film ist nicht perfekt, weswegen er von mir "lediglich" 9 Punkte erhält: Ein wenig mehr Brutalität wäre durchaus angebracht gewesen. Stellenweise kommt kurz, aber wirklich nur für ein paar wenige Minuten, Langeweile auf.
Ansonsten sind die vorhandenen Splatterszenen beeindruckend in Szene gesetzt und umgesetzt. Man merkt deutlich, dass es sich hier nicht um einen B-Movie handelt, der mit einem geringen Budget auskommen musste.
Alles in Allem also ein fast perfekter Horrorfilm. Wer, wie ich auf diese Art von Filmen steht, muss, ich betone, MUSS, sich diesen Film anschauen!!! Euer
Don