,,Ritter der Dämonen“ – sozusagen der Pilotfilm zu der 32-teiligen
Horrorserie. Bei mir ist das mit der Reihenfolge etwas durcheinander
geraten. Zuerst sah ich nämlich den Nachfolgefilm ,,Bordello of Blood“
(siehe Review), dann führte ich mir die 32 Geschichten aus der Gruft zu
Gemüte, und erst gestern kam dann ,,Ritter der Dämonen“ an die Reihe.
Ich bin sehr großer Fan des Cryptkeepers und seiner Horrorgeschichten.
Die sind einfach Kult und man kann sie nicht oft genug sehen. Aber ok,
jetzt zum eigentlichen Film. Die Inhaltsangabe können wir uns sparen,
die sollte jeder kennen, der dieses Review hier liest. Und Achtung,
leichte Spoiler können enthalten sein. Zwei Dinge hatte ich bei diesem
Film grundsätzlich zu bemängeln. Leider dauert es recht lange, bis mal
etwas passiert; ob man das jetzt als Spannungsaufbau bewertet oder
nicht, das bleibt jedem selbst überlassen. Anfangen tuts jedenfalls so
richtig nach einer guten halben Stunde, wo dem einen Polizisten eine
Faust durch den Kopf getrieben wird. Und ab da wird klar, dass wir es
zuvor mit vertauschten Rollen zu tun hatten =) Denn Billy Zane mimt wie
auch schon in ,,Titanic“ (1997) den Bösen. Der zweite (kleinere)
Minuspunkt ist der etwas zu geringe Splattergehalt. Also Gorehounds,
seid gewarnt! Der Film hat zwar einige blutige Effekte, jedoch kann man
ihn sich nicht als reinen Splatterfilm ansehen! Viele beschreiben den
Film hier als Splattergranate und lasst euch auch nicht aufgrund des
“drohenden Beschlagnahmeverfahrens“ täuschen. Denn Gewalt wird hier
meines Erachtens nach nicht verherrlicht. Der ganze Film erinnert doch
ein wenig an ,, From Dusk Till Dawn“ , nur dass es hier Dämonen sind,
und keine Vampire. Doch der Film hat selbstverständlich auch einige
Pluspunkte, nicht umsonst kriegt er von mir Note 8. Also bei mir spielt
die gesamte Location eines Films oftmals eine große Rolle. Hier spielt
viel in der Dunkelheit, in einer verlassenen Gegend, in einem
verfallenem Hotel, ehemals eine Kirche. Das halte ich dem Film schon
mal zu Gute. Die Einleitung und das Schlusswort des Cryptkeepers sind
natürlich große Klasse, einfach perfekt makaber inszeniert. Das hat mir
bei der Horrorserie auch schon sehr gut gefallen. Das war jetzt nur mal
ein grober Überblick. Über einzelne Storyelemente und Handlungsstränge
habe ich jetzt mal nichts verraten =)
Fazit: Netter Gruselfilm mit perfekt eingestreuten Splatterszenen. Anschauen!!
8/10 Punkte für den Auftakt der unvergesslichen Serie.