Review

Wer kennt sie nicht " Tales from The Crypt ", doch " Ritter der Dämonen " war der erste Spielfilm der Reihe und auch der Beste. Erstaunt war ich etwas, dass gerade Regisseur Ernest Dickerson so einen Film macht, da er normalerweise nur im Actiongenre tätig ist. Auf jeden Fall hat er einen guten Job gemacht, nicht umsonst lief der Film sogar in den deutschen Kinos.
Auch diese Geschichte stammt von dem gleichnahmigen Comic ab und wurde von bekannten Namen wie Richard Donner, Robert Zemeckis, Gilbert Adler produziert.
Wie alle Teile von Geschichten aus der Gruft hatte es auch dieser in Deutschland nicht leicht. Er wurde sofort indiziert und sogar die Beschlagnahmung drohte, was ich gar nicht verstehen kann.

Story:
Brayker ( William Sadler ) ist ein Auserwählter. Er hat den letzten der sieben Schlüssel bei sich, um das Tor zur Hölle zu öffnen. Wenn dieses geöffnet wird, dann ist die Welt dem Untergang geweiht. Stets im Nacken hat er den Collector ( Billy Zane ). Er ist ein Ritter der Dämonen und will den letzten Schlüssel an sich reißen. Brayker setzt sich ab und landet in einem abgelegenen Hotel. Doch der Collector lässt nicht lang auf sich warten und belagert mit seinen blutrünstigen Dämonen das Hotel. Die wenigen Leute fallen ihm nach und nach zum Opfer und verwandeln sich selbst wieder in Dämonen. Nur das Blut in dem Schlüssel kann sie aufhalten, doch das ist fast leer. Nun gilt es für Brayker einen Nachfolger zu finden und die Wahl fällt auf die junge Jerylee ( Jada Pinkett ) Nun steht Diese ganz allein dem mächtigen Ritter der Dämonen gegenüber.

Von richtig anspruchsvoll, wendungsreich bis plump, splattrig reichen die " Tales from the Crypt ". Dieser Plot ist zwar nicht plump, aber trotzdem nur ein Aufhänger für die Splattereffekte.
Zu Anfang denkt der Zuschauer, er wäre in einem Billigfilm gelandet, aber das ist nur ein Film im Film, bevor der Cryptkeeper seine Rede hält und zum richtigen Film schwenkt.
" Ritter der Dämonen " ist ganz klar ein Splatterfilm und man kann sogar ein paar Anleihen von " Tanz der Teufel " finden.
Auf jeden Fall wird von Anfang an aufs Gas gedrückt. Gleich zu Beginn gibt es eine Verfolgungsjagd mit riesen Explosion und kurz darauf ist man schon im Hotel und die Belagerung der Dämonen nimmt ihren Lauf.
Die Atmosphäre ist hier recht düster. Das alte Hotel liegt abseits der Zivilisation, man ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Das Hotel selbst ist groß, drum herum wabert natürlich der Nebel und es gibt viele Gänge und Zimmer. Auch ein unterirdisches Minensystem ist vorhanden.
Der Score fällt recht rockig aus, wie meistens bei den Gruftgeschichten.

Richtig spannend ist der Splatterer leider nicht. Man weiss meistens schon was jetzt gleich passiert und außerdem sind die Humoranteile viel zu groß. Man kann den Film zu keiner Zeit ernst nehmen. Allein schon die Charaktere sind sehr komödiantisch angehaucht, es werden einige Sprüche geklopft und auch die Visonen des Collectors fallen meist sehr humorvoll aus.
Der Rest funktioniert nach dem 10 Negerlein Prinzip. Einer nach dem Anderen fällt den Dämonen zum Opfer, wobei dies meist sehr blutig geschieht. Es werden Köpfe und Gliedmaßen abgerissen, sowie Bäuche aufgerissen. Richtig klasse sehen die Deformierungen aus, wenn die Menschen sich in Dämonen verwandeln. Sehr kreativ, blutig und mit tollem Make up hat man hier gearbeitet. Und sogar der Gorefan wird zufrieden sein, denn es gibt einige wirklich deftige Effekte zu bestaunen.

William Sadler als Brayker ist hier nicht gerade ein Edelmime. Er hat schon oft in " Tales from the Crypt " mitgewirkt. Er verkörpert zwar hier den Helden, aber die erste Geige spielt eigentlich der Collector.
Dieser wird sehr gut von Billy Zane dargestellt. Er ist ganz klar der Star des Films. Herrlich fies und mit viel schwarzem Humor verkörpert er den Ritter der Dämonen. Diese Rolle ist ihm wie auf den Leib geschneidert.
Jada Pinkett als Jerylee ist auch nicht gerade das Maß aller Dinge. Bestenfalls eine solide Leistung liefert sie hier ab.
Leider sind hier fast alle anderen Charaktere sehr klischeehaft und die schauspielerischen Fähigkeiten reichen bei fast allen nur für den Durchschnitt.

Fazit:
Sehr amüsanter Splatterer, mit etwas schwacher und vorhersehbarer Story. Doch die Schauwerte haben es in sich. Vor allem die sehr blutigen Goreeffekte, welche recht zahlreich vertreten sind. Kulisse und Score stimmen, die Darsteller sind außer Billy Zane nur durchschnitt. Aber die Umsetzung ist rasant und gruselig. Perfekte Unterhaltung garantiert.

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