Review

Nach einer etwas explosiven Auseinandersetzung auf dem Highway flüchtet Bryker in eine als Hotel ummodifizierte Kirche. Doch bald ist ihm schon der "Collector" auf den Fersen, der dem vermeintlichen Gesandten Gottes den einen Schlüssel, gefüllt mit dem Blut Jesu, entwenden will. Die schrägen Charaktere in dem Hotel fühlen sich erstmal sehnlichst überfordert und als der Collector seine Armee von schleimigen Dämonen heraufbeschwört scheint die Situation zu eskalieren und ein Massaker entfacht, bei dem es letztendlich wenig Überlebende geben wird und die ganze Menscheit auf dem Spiel steht.

Ritter der Dämonen, der erste Langfilmableger der kultigen  Tales from the Crypt Serie (Geschichten aus der Gruft), ist ein herrlicher Misch aus abskruden Trashhorror mit verdammt viel schwarzen Humor, expliziten und harten Splatterszenen und herrlich abgedrehten, bisweilen verdammt ekelhaften Charakteren. Und wie in der Serie wird auch dieser Film von unserem kultig coolen Cryptkeeper eingeleitet. Einfach nur ein Fest wie diese ulkige verschrumpelte Leiche uns auf seinen ersten Blockbuster loslässt. Für uns Freaks, wie er uns liebevoll nennt, springt unser Horrorherz schneller und härter wenn er uns auf sein Geschehen loslässt. Der Serie typisch dürfen wir eine gute, in dem Fall extrem trashige Story bewundern, da wird sich an christlichen Elementen bedient, natürlich alles so schwarzhumorig, dass man eigentlich nur zu schmunzeln bereit ist. Natürlich auch herbe gewollt, so entfacht sich dieser ganze Wirr aus Dämonen und dem Blut Jesu als das horrorverpackte Stück Filmgeschichte als total ironisches Gegenspiel von Gut und Böse. Da werden uns allesamt abgef***te Charaktere vorgeführt, allesamt widerwertige Personen, der eine ein astreiner Alkoholiker, die eine, eine abgehalfterte Hure und ihr asozialer und egoistischer Stecher, die dicke Hoteldame und die schwarze Küchengehilfin (typisch???), die am Ende den Fluch über den Schlüssel weitertragen muss (auch typisch, wie die vermeintliche Antiheldin zum Hoffnungsträger wird). Zwischendrin dürfen wir astreine Splattereffekte bewundern, je nach Situation, aufgrund des derben Humors weniger explizit und eben aufgrund dessen wirklich knüppelhart. Filmtechnisch ist hier ohnehin über alles erhaben, dem Film merkt man seine High Budget Herkunft ohne weiteres an, was auch gut ist, sonst dürften wir solch klasse Dämonen erst gar nicht bewundern, die Splattereffekte geben das übrige dazu. Der Film wird ohne weiteres getragen von dem Assihumor der verschiedenen Charaktere, mal von typisch amerikanisch cool bis leicht grenzdebil ironisch ist hier alles dabei, wahrlich ein Fest in Verbindung mit den extrem guten Goreeffekten, da wird man vom Kultgehalt dessen oftmals an From dusk till dawn erinnert und auch ohne weiteres dürfte hier vieles von Tanz der Teufel als Inspiration gedient haben. Trotzdem flüchtet der Film oftmals in peinlichen Klamauk, der fast schon peinlich bis unerträglich wird, vorallem wenn man bewusst versucht dermaßen cool zu agieren, passt das eben nicht zum besagten Kontext, auch wenn sich Ritter der Dämonen, freilich niemals als Horrorfilm ernst nimmt. Ritter der Dämonen ist freilich ein Film, der von seinem glänzenden Assihumor und seinen blutigen Effekten lebt, natürlich eben auch von seiner komplett abstrusen Story, die wahrlich nur von einem Geistesirren stammen kann.

Fazit:
Verdammt, dieser Film ist einfach kult und ich traue es mich kaum zu sagen. Er ist sogar verdammt cool. Herrlich schwarzhumorig, makaber und verdammt blutig und auch wenn er desöfteren im peinlichen Klamauk versinkt bietet er durchweg superunterhaltsame "Horror"kost. Eben typisch Tales from the Crypt. Und der Cryptkeeper ist eh ein Held. Symphatisch, derbe staubtrocken und einfach widerwertig schwarzhumorig.

Verstümmelt natürlich nur halb so spassig.

8/10

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