Ein abgewrackter Typ namens Brayker ist schon seit Jahren auf der Flucht vor dem Collector. Dieser trachtet Brayker nicht nur nach seinem Leben, sondern will auch die ganze Menschheit vernichten und Dunkelheit über die Welt bringen, damit Dämonen das Universum regieren können. Dazu braucht der Collector nur den magischen und mit Blut gefüllten Schlüssel, welcher sich in Braykers Besitz befindet. Gelangt dieser in die Hände de Collectors, wäre das Ende der Menschen nicht mehr weit entfernt. Nach einem Crash flüchtet sich Brayker in ein altes Hotel und versteckt sich dort mit falschem Namen, doch nur kurze Zeit später taucht dort auch der Collector auf. Brayker kann mit Hilfen des Blutes im Schlüssel unsichtbare „Mauern“ entstehen lassen (Nur an Türen, Fenstern etc.). Diese halten die Dämonen ab, doch werden Brayker und die anderen Betroffenen die Nacht überstehen?
Demon Knight ist der Debütspielfilm der beliebten Gruselreihe Tales from the Crypt, dessen zentrales Gimmick ein halbverfaulter Typ namens Cryptkeeper mit skurillem Humor ist, der jeweils das In- und Outro der Horror-of-the-week-Geschichten moderiert. Diesen Job darf er auch hier mit einer launigen Ansage zelebrieren, bevor die wilde Rutschpartie dann losgeht. Ritter der Dämonen liefert dabei ein klassisches Belagerungsszenario ab, ähnlich z.B. wie bei Night of the living dead. Ein Haufen Aufrechter verschanzt sich hier in einer alten Kirche, während draußen eine Reihe unfreundlicher Gestalten Einlaß begehren. Die komplette Handlung spielt dabei in Echtzeit, was schonmal ein Garant für Tempo und Action ist und davon hat der Film reichlich zu bieten.
Zu kurz kommen darf natürlich dabei der Crypt-typische Humor nicht, alles was hier vorkommt ist gnadenlos überzeichnet, die Krönung ist dabei natürlich der Collector mit seinen urkomischen Szenen und Sprüchen. Was Horrorcomedy angeht liegt der Streifen so in etwa auf einer Wellenlänge mit Armee der Finsternis oder Re-Animator. Einen großen Teil der Ehre gebürt dabei Billy Zane der eine absolut glänzende Performance als Chief Dämon hinlegt, der Junge hat echt was auf dem Kasten. Ebenfalls gut aber nicht ebenbürtig ist auch der restliche Cast, alles solide ohne Totalausfälle gespielt.
Kompliment auch an die Make-up Abteilung, die Masken und Effekte sind nahezu perfekt, seien es die schleimtriefenden Dämonen oder auch die entgleisten Fratzen derer die vom Bösen assimiliert wurden. Splattrig ist der Film auch ganz ordentlich, da wird munter die Blutklaviatur gespielt, aber natürlich alles mit dem comichaften Augenzwinkern. Selbiges gilt auch für den packenden Showdown.
Viel gibts eigentlich nicht zu bemäkeln, das Bild ist etwas verschwommen, manchmal wird die stereotyperei auch leicht übertrieben, aber das gleichen der steigende Spannungsbogen und der lässige Humor wieder aus. Zur vollen Punktzahl fehlt hier wirklich nicht viel.
9/10