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Der mysteriöse Brayker flieht nach einem nächtlichen Autounfall in eine Pension in einer ehemaligen Kirche. Doch der ebenso ominöse Collector, der ihn jagt, steht schon bald in der Tür und verlangt nach einem magischen Schlüssel. Die Anwesenden wissen mit der Situation der beiden Fremden nicht viel anzufangen, erst als der Collector den Sheriff tötet (großartige Goreeinlage), wird ihnen klar, wer der Dämon ist. Der gibt aber nicht gerade kleinlaut bei und setzt kurzum eine Horde Dämonen auf den überraschten Haufen an. Brayker wiederum denkt gar nicht daran, den Schlüssel mit dem Blut Christi an die Höllenbrut auszuhändigen und so beginnt das dämonische Gemetzel. "Ritter Der Dämonen" ist wohl neben "Bordello Of Blood" die beste Geschichte aus der Gruft, bietet kurzweilige Unterhaltung, steigt sofort ein besitzt keine Längen. Der Humor ist hier allerdings ein wenig zurückhaltender und nicht so albern, es ist eine wahre Freude, Billy Zane in der Rolle des Oberdämon Collector zu erleben, wie er die unschuldigen Menschen durch ihre persönlichen Wünschen zu übertölpeln versucht. Als ebenso gelungen kann man die fantastische Atmosphäre bezeichnen, das alte Gebäude ist passend düster hergerichtet und die SFX können sich sehen lassen. Dazu gesellen sich noch filmische Schmankerl, in kurzen Flashbacks bekommt der Zuschauer die Herkunft der Reliquie in der Antike mit. Die Goreeffekte und die Dämonenmasken sind tatsächlich Hingucker, das kann sich durchgehend sehen lassen und wird auch den Gorehound befriedigen. Ausgesprochen ausgefeilte Charaktere sollte man nicht erwarten, die Rollen sind natürlich klar verteilt, macht aber nichts in diesem sehenswerten Dämonenspektakel, dass in einer tarantinoesken Wüsteneinöde überzeugt. Der Soundtrack ist für leichte Kost gut gewählt, und reicht hier von Aretha Franklin bis zu Perlen wie "Hey man nice shot" von Filter. Insgesamt schufen die Regisseure Ernest R. Dickerson und Gilbert Adler einen anspruchslosen, aber kompakt abgedrehten Horrorfilm, der blendend unterhält.

Fazit: Schwarzhumorig und ohne Längen erzählt der Cryptkeeper seine Dämonensaga. Wer Dämonenschocker mit Goreeinlagen mag, sollte sich diesen Spaß nicht entgehen lassen. 7/10 Punkten

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