Review


Inhalt

Korea..., in einer hochmittelalterlichen Epoche. Die adlige Familie von An-Young (Polly Shang Kuan) wurde einst von einem rivalisierenden Adels-Herrn (Kim Young-In) und dessen Schergen brutal getötet.
Nur An-Young, und ihre Schwester Sue-Young, beides noch kleine Mädchen, wurden gerettet. Beide Mädchen wurden getrennt..., und An-Young fand Unterschlupf in einem buddhistischen Kloster..., sie wurde zu einer starken KungFu-Fighterin ausgebildet. Zu einer Gefährtin wurde ihr später die junge Aeng-Du (Sok In-Soo).
Circa 20 Jahre vergingen.... seither.

Der Adels-Herr, der brutale Mörder und seine Schergen..., haben keine ruhige Stunde mehr. Eine in schwarz gewandete und maskierte Kämpferin..., dezimiert die Zahl der Bösewichte Mann für Mann.
Es ist An-Young..., und der Mörder ihrer Eltern engagiert eine clevere, starke KungFu-Fighterin (Kim Jeong-Nan)..., die stets in weiß gewandet agiert.

Der Mörder will An-Young eine Falle stellen, und lässt die junge Aeng-Du entführen, die als Köder An-Young nunmehr anlocken soll.
So geschieht es..., und die weiß gewandete Kämpferin stellt An-Young zum Duell.
Doch wer ist diese Frau...? Ist sie etwa Sue-Young...? Das Schicksal nimmt seinen Lauf..., und ein dramatischer Kampf auf Leben oder Tod ist unausweichlich.....


Fazit:

Im Jahre 1977 -der Film erschien dann 1978- drehte Regisseur Lee Hyek-Su in Südkorea diesen durchaus mehr als passablen, einfach gestalteten, visuell überzeugenden und weitestgehend spannenden Low-Budget-Eastern mit einer starken Polly Shang Kuan in der Hauptrolle.
Keine hohe Eastern-Kunst, keine epische Martial-Arts-Oper..., aber eine gelungene Unterhaltung für "zwischendurch" für den eingefleischten Eastern-Anhänger und Fan der taff-charismatischen Darstellerin Polly Shang Kuan (hier im Verbund mit der appart-attraktiven Kim Jeong-Nan).

Ein letztendlich einfacher Rache-Eastern, mit simpler aber stringent erzählter Story, eine junge Frau will den Tod ihrer Familie rächen..., stellt schließlich den Villain, und rechnet mit ihm ab.
Das ist kohärent abgehandelt..., mit der Nuance dass da noch eine Schwester ist, die unerkannt bleibt..., bis fast zum Schluss.

Einige Flug- und Trick-Mätzchen, die diesem Eastern irgendwie einen "Fantasy"-Anstrich geben sollen, sind die Mankos in dieser Produktion, wobei man drüber hinwegsehen sollte..., denn im letzten Drittel laufen sich die Dinge noch spannend und sich zuspitzend zurecht. Dann mit kerniger Action und Dramatik... in erodierter Landschaft mit pittoresken Bergen im Hintergrund, hier kann denn "Tigresses" gar auch visuell-atmosphärisch überzeugen.

Polly Shang Kuan, weiblicher KungFu-MegaStar aus Taiwan, sie agiert hier einmal mehr taff-stark, wieder ihre verkniffene Mimik mit funkelnden Augen, voller Selbstbehauptungswillen. Und sie ist eine klasse KungFu-Fighterin..., watch her kicks..., mit feiner, agil-athletischer Technik.
Und sie ist attraktiv..., die Haare hochgebunden zum dicken Knoten auf dem Kopf, mit heißem Make-Up..., gehört Polly zu den attraktivsten Actricen im Eastern-Sektor, die ihre Rolle in dieser einfachen Produktion mehr als solide meistert.
Die apparte Kim Jeong-Nam (in "Die Todesengel des Kung Fu", einer Shaw Brothers-Produktion, den deutschen Eastern-Fans wohl am geläufigsten -siehe mein Review auf dieser Website), steht Polly in Kampfesmut und Attraktivität in nichts nach, die beiden würde ich wohl nur dann von der Bettkante schubsen, wäre ich mit den beiden attraktivsten und heißesten Frauen Deutschlands liiert.... Fanny Fee Werther und Jana Azizi.

Beide finden hier erst sehr spät als Duo zueinander, dies leider auch nicht so richtig mit gemeinsamer Fight-Szene..., sie fighten zuvor im Duell gegeneinander.
Speziell dabei... Polly in rein schwarz, Kim in rein weiß gekleidet..., beide Akteurinnen kontrastieren hier in interessanter Art. Die späte Zusammenführung der beiden weiblichen Figuren ist eine besondere Nuance dieses Streifens.

Die Villains..., unbekannte südkoreanische Akteure..., Kim Young-In ist der Haupt-Bösewicht..., natürlich feige und fies, nervös und grausam. Das macht er soweit rollentypisch..., die niedliche Sok In-Soo als kleiner Side-Kick von Polly Shang Kuan macht ihre Sache ganz tapfer.

Die KungFu-Action ist rasant-dynamisch und lebt vom agil-technischen Können von Polly Shang Kuan. Wie erwähnt..., sind einige Tricks, WireFu-Fliegereien und Mätzchen leider störend, aber Polly haut die Sache raus..., und das letzte Drittel ist ernsthaft, blutig und dramatisch.

"Tigresses"...,  solide Eastern-Unterhaltung für den eingefleischten Genre-Anhänger..., und Pflichtprogramm für den Polly-Fan.
Sehr knappe 6,5 von 10 Bewertungspunkten kann sich dieser Actioner mit Nuancen noch erfighten.

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