Ich bin nicht unbedingt der größte Fan von Stanley Kubrick, aber dennoch hat der Film mir gefallen.
Anfangs schleppt sich der Film so dahin und man bekommt einen Einblick in die kranke Welt, in der der Erzähler sich befindet. Er lebt förmlich in einer Anarchie, in der Gewalt und Vergewaltigung an der Tagesordnung stehen. Dies funktioniert aber nur so lange, bis der Erzähler eine Frau tötet, wofür er in das Gefängnis wandert.
Ab dann wird der Film zunehmend besser und spannender. Der Erzähler bekommt schließlich eine Therapie angeboten, nach deren Vollendung er das Gefängnis verlassen kann. Er wird so abgerichtet, dass ihm übel wird, wenn er auch nur an die Ausübung eines Verbrechens denkt. Schnell wird klar, dass dies schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann und der Zuschauer beginnt den Täter allmählich in der Opferrolle zu sehen.
Als er schließlich aus dem Gafängnis entlassen wird, rächen sich alle Leute, denen er Leid zugefügt hat an ihm und aufgrund seiner Therapie ist er nicht dazu in der Lage sich zu verteidigen.
Der Film macht sehr nachdenklich, da der Zuschauer sich am Ende entscheiden muss, ob er es als richtig empfindet, dass ein Mensch, der anderen Menschen schweres Leid zugefügt hat so behandelt werden darf, oder nicht. Gerade in der heutigen Zeit scheint sich mehr und mehr zu zeigen, dass es möglicherweise nicht nur bei der Vision von Stanley Kubrick bleibt.
Ich kann diesen Kultfilm durchaus weiter empfelen, aber nur, wenn man auch dazu bereit ist, sich mit solch kritischen Stoff auseinander zu setzen.