„Bloody Reunion“ bietet harte Horrorkost aus Asien. Mit einigen drastischen Effekten und einer leicht mysteriös angehauchten Handlung wird versucht den Genre offenen Horrorfreund vor die Glotze zu sperren, mit Erfolg?
Anlässlich des Geburtstages ihrer ehemaligen Lehrerein Mrs. Park, finden sich einige ihrer damaligen Schüler bei ihr ein, um den Tag gemeinsam zu verbringen und in Erinnerungen zu schwelgen. Doch je länger die jungen Leute da sind, desto mehr düstere Erlebnisse brechen hervor und es wird klar, dass so ziemlich jeder eine Rechnung mit der alten Dame offen hat. Als dann auch noch der erste Mord geschieht, ist klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Die Handlung bietet auf den ersten Blick nicht viel Neues, kann aber vor allem zum Ende hin noch mal richtig punkten. Dort wird nämlich ein Plottwist geboten, der den Zuchauer fordert und so schnell nicht mehr loslässt. Leider hat sich Regisseur Dae-Won Lim etwas zu sehr verzettelt, weshalb die Nummer nicht voll aufgehen möchte. Trotzdem ist der Twist die treibende Kraft hinter dem Film, da der Rest bekannter Standart ist, aber immerhin gut abgefilmt wurde.
Die Schauspieler spielen gut. Sie haben Ecken und Kanten und die Erinnerungen der damaligen Pein, die sie in sich tragen werden glaubhaft transportiert. Die Sets und die natürliche Kulisse in Kombination mit der ruhigen Score bringen dabei ordentlich Atmosphäre in den Streifen. Getoppt wird der anfänglich als Slasher getarnte Horrorfilm von einigen blutigen und sadistischen Morden, die zwar in der Anzahl überschaubar bleiben, aber originell umgesetzt wurden.
So wurde bei „Bloody Reunion“ eigentlich nicht viel falsch gemacht. Im Gegenteil! Durch den Erzählstil mit vielen Flashbacks wird Spannung erzeugt, man will einfach wissen wer der Mörder ist. Trotz der überschaubaren Anzahl an Tätern - war es einer der ehemaligen Schüler oder doch das entstellte Kind der Lehrerin? - rutscht man interessiert auf dem Fernsehsessel hin und her. Ein Phänomen was nicht mehr allzu viele Filme für sich verbuchen können.
Fazit: Gelungene Genrekost aus Fernost, mit guten Schauspielern und einem interessanten Ende. Für einige sicherlich zum Schluss zu verworren aber durchaus reizvoll. Sehenswert.