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Blackie (Jack Oblivion) kehrt nach 42 Jahren auf die Erde zurück, da er seine Mission damals nicht erfüllte. Die besteht darin, zwölf Beatniks umzubringen, mehr als neun schaffte er im konservativen Mississippi (dort, "wo man Kaff mit drei K schreibt") jedoch nicht. Jetzt hat er die Chance, das nachzuholen, doch da kommen ihm sein alter Kumpel, der Comicfreak und Vampir Mike (Mike Maker) sowie die stets übelgelaunte Rock'n'Rollbraut Kerine dazwischen, und schwupps sind 13 tot. Wie es sich für Verlierer gehört, tappt Blackie von einem Näpfchen ins andere, der Rückflug scheint in weiter Ferne, dafür steht ihm ewige Verdammnis auf der Erde bevor. Tja, das liest sich vielleicht noch wie eine etwas abgedrehte Story, beim Betrachten allerdings kommt der ungeübte Zuschauer schnell aus dem Konzept, wenn es darum geht, der Handlung zu folgen. Vieles wird offensichtlich aus der Welt der alten EC-Comics adaptiert, mit bizarren Ideen geizt dieser ausgemacht schundige Trash nicht. "Schlechte Verlierer" vermeidet es peinlichst, irgendetwas sinnvolles, oder gar anspruchsvolles zu zeigen, statt dessen wird Rock'n'Roll mit seinen ureigensten Eigenschaften zelebriert, der die niedersten Instinkte anspricht. Heraus kommen unfreiwillige Lacher zuhauf, denn selten sind der vordergründige Klamauk, oder gar die Dialoge witzig, es sind mehr die Kleinigkeiten am Rande, wie die ständigen Hasstiraden in Richtung Hippies. Die Gewalt gehört ebenso zu einem Trashstreifen wie Schlitzbier, unter Splatter braucht man diesen viertklassigen Streifen jedoch nicht einzuordnen. Was es gibt, sind zwar ungewöhnliche Tötungen, wie z. B. ein Comic an die Stirn genagelt, oder ein Kampf zweier Darstellerinnen miteinander auf einem elektrischen Stuhl, doch die SFX sind unspektakulär und nie sehr blutig. Da hätten die Independentfilmer etwas auf die Tube drücken können, ebenso bei der Musik. Etwas schade ist, dass der Soundtrack nicht halb so gut ist, wie es die mitwirkende Garagenpunklegende "Guitar Wolf" verspricht, und das bei einem solchen Film. Allein die Schauspieler setzten klare Akzente, wo die Grenze zwischen C- und D-Movie liegt, allen voran die oftmals leichtbekleidete Kerine Elkins. Beim Casting hatte man offensichtlich eine Schwäche für üppige Damen, die billig, aber aufgebrezelt aussehen. Irgendwo zwischen den Men in Black (von der Wellenlänge), einer GoGo-Tänzerin, die ein Motorrad stemmt und der ermordeten Mutter, die zum Zombie wird, ist die Story ziemlich in den Sand gefahren. Ein schlechter Verlierer gegen Filme wie "Wild Zero" beispielsweise.

Fazit: Ist vielleicht für Leute, die sich ihr Leben schon zum Frühstück mit Ketamin versauen ganz geeignet. Trash as trash can, nur für fortgeschrittene Schundfanatiker. 4/10 Punkten

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