Review


Inhalt:

China während der Ming-Dynastie (1368-1644 christlicher Zeitrechnung).
Lord Chao (Lo Lieh) will an das Gold, das im Lagerhaus der Regierung gebunkert ist, und rekrutiert hierfür 3 Männer (u.a. Hsueh Han aka Sit Hon), die er nachdem das Gold erbeutet ist, brutal tötet.
Das Gold versteckt er in einem der Shaolin-Tempel, die Mönche kollaborieren mit dem Fürsten, der letztlich ein Verräter am Kaiser-Haus ist.
Seine Komplizen sind sein Untergebener (Ma Chiang) und Yang (Lung Fei), der Casino-Betreiber.

Hwang Fu (Carter Wong), der sich Chu Chi nennt und ein under cover agierender Police-Constable ist, begibt sich für die Regierung auf die Suche nach dem Gold. Er kann sich im Casino einquartieren und das Vertrauen Yangs gewinnen. "Chu Chi" hält Yang die Bande der "Three Tigers" und deren Anführer (Miao Tien) vom Leib. Die "Three Tigers" entpuppen sich später jedoch ebenfalls als Police-Constables.
Eine andere Polizei-Agentin (Chi Lan) ermittelt ebenfalls under cover und ist dem Täter auf der Spur.
Und da ist noch die KungFu-Amazone Yu (Nancy Yen Nan-See), die den Tod ihrer Tante und ihres Onkels rächen will, hinter dem offenbar Lord Chao steckt.

Die Schlinge um den Lord und seine Schergen schließt sich immer enger. Zunächst kann Yang ausgeschaltet werden, dann kommt es im Shaolin-Tempel und schließlich in der Ebene eines Tal-Kessels zum alles entscheidenden Show-Down, zum Kampf auf Leben oder Tod.


Kritik:

Im Jahre -laut hkmdb.com- 1978 gelang Regisseur Wong Chung (nicht zu verwechseln mit Shaw Brothers-Darsteller Wang Chung) für das Mini-Label "Hongkong Wan Nin Pictures" ein nur auf den ersten Blick kostengünstig anmutender, aber sehr gefälliger Eastern mit erstaunlich prominentem Cast, gediegener Atmosphäre und sehr starker, rasant-dynamischer KungFu-Fightaction.

Die Kostüme und die Ausstattung überzeugen, sind gar ziemlich üppig, und die Atmosphäre stimmt, gleichwohl "Ninja Pirates" (also im Film kommen weder Ninjas noch Piraten vor) zunächst wie ein kostengünstiger B-Eastern wirkt.
Die Story ist an sich einfach -1 Held und 2 Fighterinnen suchen nach entwendetem Gold, stellen den Schuldigen und bekämpfen diesen-, doch ist die Umsetzung leider nicht immer kohärent und zur Mitte des Streifens fast etwas verwirrend, doch laufen sich die Dinge dann zurecht -letztlich ist ziemlich klar abgesteckt wer gut oder böse ist-, und man kann dann die vielen Fights und das lange Action-Finale mit KungFu-nonstop-total als Fan des Genres vollauf genießen.

Damit ist fast schon alles über den insgesamt gefälligen und überzeugenden KungFu-Actioner von Wong Chung gesagt. Ein Streifen für die eingefleischten Eastern-Fans, als das Genre den Zenit seiner Popularität im für diesen äußerst produktiven Jahr 1978 (hkmdb.com gibt dieses Produktionsjahr an) erreicht hatte.

Der Cast den Wong Chung zur Verfügung hatte, ist überraschend prominent und hochkarätig.
Carter Wong ist der Held, und er zeigt einmal mehr sein klasse KungFu, ein technisch überaus beschlagener KungFu-Fighter, auch in diesem Eastern beweist er sein Können. Er steht aber nicht die ganze Zeit im Zentrum des Geschehens, zwei Darstellerinnen sind um ihn, und mindestens genau so wichtig.

Chi Lan ist die eine davon, ein sehr attraktive Darstellerin, auch ihre Figur agiert under cover für das Gute. Und auch ihr KungFu ist formidabel und sie spielt ihre Rolle solide.
Nancy Yen Nan-See ist die andere Akteurin, eine KungFu-Amazone, der Rache-Engel in diesem Actioner. Und auch sie agiert gekonnt, und zeigt ihre agilen KungFu-Skills.
Nancy Yen Nan-See ist eine der attraktivsten Actricen im Eastern-Sektor, und zusammen mit Chi Lan, au wei, also ich würde beide nur dann von der Bettkante jagen, stünde stattdessen für mich heißer Sex mit Athing Mu in Aussicht. Und Sex mit Athing Mu MUSS heiß sein, da besteht wohl kein Zweifel lieber Leser..., tja äh... sorry werte Leserin (wenn Frauen den Lebenspartner nach Körpergröße, Gesicht, Frisur und Oberkörpervolumina eiskalt und knallhart-wählerisch unabhängig von ihrem eigenen Aussehen aussuchen, dann darf ich mir erlauben für Athing Mu zu schwärmen, oookay Ladies?).

Die Villain-Rollen sind ebenfalls sehr prominent besetzt, und klar, hier wird Carter Wong und den beiden Damen alles abverlangt: Lung Fei als gerissener Casino-Boss mit böser Aura, und vor allem Mega-Villain Lo Lieh, der mal wieder alle Register eines Bösewichts zieht.
Ja, dieser Cast kann sich sehen lassen, und bürgt auch in Puncto KungFu für Qualität.
Selbst in den kleineren Nebenrollen sind für den eingefleischten Eastern-Fan namhafte Akteure dabei, wie Miao Tien, Hsueh Han (aka Sit Hon) oder James Tien, Jahre zuvor Teil der Legende Bruce Lee´s.

Wichtigstes sind einmal mehr die zahlreichen KungFu-Fights, und das ist starke, dynamisch-rasante und hochintensive KungFu- und WuShu-Action die hier geboten wird.

Die Choreographien sind flüssig und tempogeladen, die WuShu-Action mit etlichen speziellen Waffen wie Tonfa, Bojutsu-Sticks und gebogenen Schwertern ist innovativ.
Das lange Finale ist 25 Minuten nonstop-KungFu&WuShu-Fightaction-total, und die Ebene im Tal-Kessel mit der steilhohen, hellgrauen Felswand im Hintergrund bietet den richtigen Rahmen und die räumliche Offenheit für diesen spektakulären Endfight.
Es handelt sich hier wahrscheinlich wieder um die selbe Örtlichkeit wie beim finalen Fight in "Secret Rivals 2" ("Bruce Lee - Wir rächen dich", siehe mein Review auf dieser Website).

"Ninja Pirates" ist ein kerniger, insgesamt überzeugender KungFu-Actioner, mit prominent-kompetenten Darsteller*innen, gediegener Atmosphäre und starken Fights. Etwas für eingefleischte Eastern-Anhänger.
Grundsolide 7 von 10 Punkten kann sich "Ninja Pirates" da noch redlich erfighten.

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