Review

„King of Queens“ ist eine urkomische Sitcom, die überraschenderweise in ihrem Heimatland Amerika nicht denselben Kultstatus wie hierzulande erreichte.
Doug Heffernan (Kevin James) ist Paketausfahrer, etwas übergewichtig und nicht immer der hellste, aber sehr liebenswert. So sieht auch seine bessere Hälfte Carrie (Leah Remini) über seine Fehler hinweg, zumal sie selbst etwas zickig werden kann. Das Ehepaar lebt zusammen mit Carries nervigem Vater Arthur (Jerry Stiller) zusammen und schlägt sich durch den Alltag.
„King of Queens“ ist eine echte Sitcom im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht hier um wirklich urkomische Situationen. Vor allem die Ausraster und Dreistigkeiten von Arthur sind immer Grund zum Lachen, aber auch das leicht chaotische Eheleben der Heffernans dient immer mal wieder für Gags. Auch wenn sich die Gags immer mal wiederholen (Dougs Fresssucht, Carries Zickigkeit usw.), so sind doch immer sehr gut getimt, denn das Gespür für beschwingten Humor ist das A und O von „King of Queens“.

Allerdings sind die Folgen von „King of Queens“ etwas zusammenhangslos, da nur wenige Plotelemente (z.B. der Ehekrach eines befreundeten Ehepaars oder der Kinderwunsch der beiden) übergreifend aufgenommen werden. Das hilft zwar in einzelne Folgen einzusteigen, doch die Charaktere entwickeln sich nicht so gut weiter wie z.B. die Figuren in „Friends“. Da liegt für mich auch der einzige Schwachpunkt von „King of Queens“, denn etwas mehr Geschlossenheit hätte die Serie in meinen Augen aufgewertet.
Doch beschwingt ist das Ganze schon, was vor allen an dem talentierten Kevin James liegt, der fast jeden Gag großartig getimt rüberbringt. Auch Comedy-Urgestein Jerry Stiller liefert eine herrliche Leistung ab, während Leah Remini auch gut ist, aber nicht mit den beiden mithalten kann.

Alles in allem eine sehr witzige Sitcom, auch wenn etwas mehr Charakterentwicklung über die Folgen hinweg geholfen hätte, die Figuren zu vertiefen und gleichzeitig sympathischer zu machen.

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