Review

Es wäre fatal, Destination Hell als Mystery-Horror abzustempeln und damit, andere Fans der Asia-Ecke auf eine falsche Fährte zu führen. Vielmehr versteckt sich hinter dem reißerischen Titel und dem splattermäßigen DVD-Cover ein kritisches Drama über ein menschenverachtendes koreanisches Schulsystem.

Der Mysterytouch ist allenfalls ein leises Hintergrundrauschen in diesem Streifen. Hat man sich einmal damit auseinandergesetzt, kann Destination Hell durchaus gefallen. Ob die "Geister" hier wirklich durch die Flure wandeln, oder ob es Truggestalten der extrem gestressten Schülerinnen sind, liegt im Auge des Betrachters.

Wer Schocks und Gore erwartet, ist hier eindeutig im falschen Film.
Selbst leicht blutige und unheimliche Passagen sind eher undurchsichtig inszeniert. Warum der Film zum Ende hin so dunkel ist, bleibt wohl ein Geheimnis des Beleuchters. Mich hat dies am meisten genervt.

Abschließend sei noch einmal gewarnt: bitte keinen Geister-Horror-Film like "Ringu" erwarten. Destination Hell ist letztendlich ein Sozialdrama, das im DVD-Regal leider in der ASIA-HORROR-Ecke steht.
Leider eindeutig falsch.
Das etwas andere Jugendrama aus Korea - kalt, kompromisslos und auf seine Art sehr kritisch.

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