Im Zuge der Hexenverfolgungen des ausgehenden 17. Jahrhunderts, die auch vor dem kleinen Städtchen Ipswich in Massachusetts nicht halt machen, schließen fünf Familien, die tatsächlich magische Kräfte besitzen, einen Pakt, der sie zur Geheimhaltung verpflichtet... doch eine der Familien hält sich nicht an die Abmachung, was natürlich in Mord und Totschlag resultiert. Heute gibt es nun noch vier männliche Nachkommen, die allesamt ebenfalls über Zauberkräfte verfügen und sich alle Mühe geben müssen, im Schul-Alltag nicht allzu sehr aufzufallen, denn die Spielerei mit den dunklen Mächten macht buchstäblich süchtig und führt schnell zu körperlichem Verschleiß. Caleb und die anderen sehen sich nun allerdings noch mit einer zusätzlichen Bedrohung konfrontiert, denn ein toter Mitschüler, der in den örtlichen Wäldern aufgefunden wurde und den vier Teenage-Warlocks als böses Omen erscheint, deutet darauf hin, dass der lange totgeglaubte fünfte Sohn von Ipswich nun zurückgekehrt ist und es auf die Bagage abgesehen hat. Auch Calebs Freundin, die neu zugezogene Schülerin Sarah, gerät bald in arge Nöte, als sie das Opfer eines Fluchs wird und als Köder fungieren soll. Caleb steht nämlich kurz vor seinem 18. Geburtstag und damit auch vor dem Aufstieg in eine höhere magische Liga, der seine Kräfte um ein vielfaches Steigern wird... wodurch er zum primären Ziel für den Unbekannten wird, der ihm doch gerne seine Fähigkeiten klauen möchte... Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben...! Der arme Renny Harlin, für den es seit seinem Mega-Flop "Die Piratenbraut" eine Dekade zuvor Karriere-mäßig ja steil bergab gegangen ist, greift mit seinem "Der Pakt - The Covenant" - einem mit geschniegelten Teenie-Darstellern, flashigen F/X-Sequenzen und einem alles zudröhnenden Rock- und Nu-Metal-Soundtrack überdeutlich eine jugendliche Zielgruppe anvisierenden Fantasy-Streifen mit sachtem Horror-Anstrich - ziemlich heftig der Masche eines "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" vor, dem es zwei Jahre später ja auch keinesfalls darum geht, valide das Genre zu bedienen, sondern Fan-Service für ein pubertierendes Publikum zu betreiben... und konnte damit trotzdem nicht zu einem irgendwie gearteten Erfolg schwimmen, obwohl er ganz offensichtlich ja schon den richtigen Riecher gehabt hat. Im direkten Vergleich mit der besagten Vampir-Schmonzette, die da in Hollywood eine Flut von Young Adult-Adaptionen lostreten wird, geht es hier sogar noch etwas actionreicher zur Sache, auch wenn der Finne wahrlich nicht nochmal an die Hochzeiten von "Stirb Langsam 2" oder "Cliffhanger" anknüpfen kann und auch echt keine Erinnerungen an seine frühen Genre-Arbeiten "Prison" und "Nightmare on Elm Street 4 - The Dream Master" weckt. Die Geschichte selbst ist da schon x-mal gesehen und besitzt trotz der schnittigen Inszenierung Harlins bestenfalls TV-Niveau, denn sämtliche Ecken und Kanten wurden gnadenlos glatt geschliffen, während Drehbuchautor J.S. Cardone sich doch wirklich jedwede Mühe gegeben hat, die Story punktgenau und ohne jede Überraschung bis zum vorhersehbaren Finale zu treiben. Da rettet dann auch eine gewisse Visualität nichts mehr, denn völlig spannungslos und abgetakelt schleppt sich die Chose da über ihre Laufzeit, bis einem schließlich der standesgemäße Showdown zwischen den beiden Warlocks serviert wird, bei dem sich die Kontrahenten gegenseitig mit CGI-Energiebällen beschießen und an Drähten durch die Gegend schleudern lassen dürfen, was irgendwie rüberkommt wie "Harry Potter" bei Wish bestellt. Die aufgepfropfte Effekt-Lastigkeit dieser letzten Minuten sorgt auch keinesfalls dafür, dass man den Film insgesamt besehen als spektakulärer empfindet, denn dafür ist das alles viel zu sehr auf oberflächliche Schauwerte hin gebürstet. So wirkt "Der Pakt - The Covenant" entweder wie eine mit Gewalt auf Kino-Format aufgeblasene Episode von "Charmed - Zauberhafte Schwestern", in der dann allerdings noch nicht mal Alyssa Milano in knappen Outfits durch die Gegend wackelt, ein lumpiger Abklatsch des 90er-Teeniehexen-Streifens "Der Hexenclub" mit vertauschten Geschlechter-Rollen, oder halt wie das, was dabei herauskommen würde, wenn man einem David DeCoteau ein Multi-Millionen-Dollar-Budget in die Hand drücken und ihn eines seiner leicht angeschwulten C-Horrorfilmchen mit oberkörperfreien hunky Boys à la "The Brotherhood" runterkurbeln lassen würde... und nichts davon ist wirklich schmeichelhaft. Immerhin: Aufgrund früher Leinwand-Auftritte der heutzutage etwas bekannteren Mimen Sebastian Stan und Taylor Kitsch ist die Angelegenheit rückblickend betrachtet nicht gänzlich ohne Reiz.
4/10