Review

Inhalt:

China, in einer vergangenen Epoche.
Durch eine so geschickt wie perfide eingefädelte Intrige zerschlagen der skrupellose Choi (Kwan Yung-Moon) und der hinterhältige Chan (Chan Lau) das eskortierende Dienste leistende Unternehmen von Lung (Chu Tit-Wo).
Nur ein Mann, Lung Chan (Yuen Miu), überlebt das Massaker.
Die Tochter (Lee Yi-Yi) von Lung wird entführt, gefoltert, brutal vergewaltigt und dabei geschwängert.
Auch der hier ermittelnde Polizei-Captain Yu (Yen Shi-Kwan) wird gefangen gesetzt und brutal gefoltert.

Doch gelingt es Lung Chan, Yu zu befreien, beide fliehen auf´s Land, zu Wong Hung (Hwang Jang Lee), einem Meister des KungFu.
Sie bereiten ihre Rache vor.
Als die Lung-Tochter exekutiert werden soll, kommt es zwischen Choi und seinen Schergen zum Show-Down gegen Lung Chan und Yu..., in den auch Wong Hung schließlich eingreift.
Ein gnadenloser Kampf auf Leben oder Tod...!


Fazit:

Regisseur "Vincent" Leung Wing-Chan konzipierte für das Studio "Jia´s Motion Picture" in Hongkong einen einfachen doch auch sogar leicht nuancierten, reinrassigen KungFu-Actioner, mit hohem Tempo..., schnell, aggressiv, hart, schnörkellos.

In kostengünstig wirkendem, doch gediegenem Look, entwickelt sich eine simple Handlung, sind die Duftmarken schnell gesetzt, für einen eisenharten, kernigen Actioner mit vielen, technisch starken KungFu-Fights.
Ein Wachdienst für zu eskortierende Waren, wird zerschlagen, einer entkommt, befreit einen Polizei-Captain, sie retten sich zu einem KungFu-Meister..., und es kommt zum finalen Kampf, zur blutigen Rache.
Das ist temporeich, fast ohne Schnörkel, auch mit grenzwertig harten Szenen wie einer Vergewaltigung und brutaler Folter in Szene gesetzt..., und unterhält den Betrachter in kurzen 77 Minuten Laufzeit, Langeweile kann da nicht aufkommen.

Es sind diese harten Sequenzen, die dem Zuschauer wenig ersparen, die diesen an sich einfachen Actioner mit Nuancen versehen, nebst der entsprechenden Darstellungen..., allen voran die traumatisierte Frau, exzellent von der Schauspielerin Lee Yi-Yi hier verkörpert. Man leidet richtig mit, und das Herz rutscht einem in die Hose..., Lee Yi-Yi´s Figur wird brutal geschändet, dabei geschwängert, das Baby was sie gebärt, hat schlimmste Fehlbildungen, sie ist völlig traumatisiert, starrt vor ihrer Exekution teilnahmslos ins Leere.
Auch die Folter-Szenen, in denen Yen Shi-Kwan furchtbar misshandelt wird, sind hart inszeniert..., kein Film für zartbesaitete Gemüter.
Und die KungFu-Action ist entsprechend, von Härte geprägte, doch technisch auch visuell ansprechend choreographierte Fights, in den letzten Minuten Action-Total, ein Pas de trois des KungFu zwischen Kwan Yung-Moon, Yuen Miu und Yen Shi-Kwan, in den auch MegaStar Hwang Jang Lee eingreift.

Hwang Jang Lee ist nur kurz im Einsatz, er agierte als Fight-Instructor mehr hinter der Kamera.
Das Ensemble davor agiert solide bis bravourös, Yen Shi-Kwan ein Genre-Routinier überzeugt auch hier, Yuen Miu der Held der sich aber kaum in den Vordergrund spielt, und die Villains Kwan Yung-Moon und Chan Lau.
Kwan Yung-Moon, bitterböse und ohne jede Skrupel, mit entsprechender Mimik, und Chan Lau als feiger, verschlagener Typus, er ist einmal mehr eine erste Wahl für so eine Rolle.
Doch ist vom Schauspielerischen her die attraktive Lee Yi-Yi hier hervorzuheben. Wie oben erwähnt, eine starke Performance..., denn ihre Figur wird schwer missbraucht und gefoltert, sie gebärt ein fehlentwickeltes Kind, was unmittelbar nach der Geburt getötet wird, und sie ist traumatisiert, dabei unter einer lethargischen Paralyse stehend. Lee Yi-Yi versucht denn alles, das mimisch entsprechend umzusetzen, und der Zuschauer hat einen Kloß im Hals dabei.

Also schon ziemlich speziell, für einen an sich typischen KungFu-Actioner, in dem das KungFu natürlich letztendlich im Vordergrund steht.
Und wie schon erwähnt, es sind eisenharte, kernige KungFu-Fights, rasant und dynamisch, und es wird hochintensiv gefightet.
Hwang Jang Lee selbst war für die Kampf-Choreographie veranwortlich, auch hier kein Schnickschnack, keine Akrobatik, reelle, knallharte Fight-Action, der ernsten Ausrichtung dieses Streifens angepasst.

"Five Fingers of Steel", ein KungFu-Actioner für eingefleischte Eastern-Fans und diesen solide Unterhaltung bietend. Nicht mehr, nicht weniger.

Knappe 7/10 Punkte kann ich hier vergeben.

Details
Ähnliche Filme