Bevor sie ihr Studium beginnen, wollen es drei Freunde noch einmal so richtig krachen lassen. Dass sie sich dafür die gesetzesfreie Zone an der mexikanisch-amerikanischen Grenze aussuchen, kann man nur als Pech bezeichnen. Denn dort verschwinden regelmäßig Menschen, die Ritualmorden zum Opfer fallen ...
"Borderland" ist im Grunde nichts weiter als "Hostel", verlegt an einen anderen Ort. Nach der blutigen Eröffnung verbraucht auch dieser Genrebeitrag die erste Hälfte zur Einführung der Figuren und unterhält mir Belanglosigkeiten.
Angeblich basiert die Story auf wahren Begebenheiten. Sonderlich glaubwürdig wirkt sie jedoch nicht, da die drei Jungs kein Klischee auslassen: übertriebenes Interesse an schnellem Sex und Einsteigen in fremde Autos. Gerade letzteres lernt heutzutage jedes Kleinkind, es nicht zu tun. Somit vermiesen die Sterotypen zumindest zeitweilig die Spannung.
In der zweiten Filmhälfte gewinnt der Thriller dann deutlich an Fahrt. Der Spannungspegel steigt und "Borderland" mausert sich zur aufregenden Menschenjagd. Der Härtegrad ist beachtlich. Einige Szenen gehen dabei an den Rand des Erträglichen und zeigen Wirkung. Zu verdanken ist dies u.a. auch guten Schauspielern wie Rider Strong ("Cabin Fever") oder Sean Astin ("Herr der Ringe", "24"), die eine solide Performance liefern.
Mit seiner dreckigen Optik im Scope-Format braucht sich "Borderland" nicht hinter der Genre-Konkurrenz zu verstecken. Zwar wirkt der Film anfangs wie eine einfallslose Kopie bekannter Torture-Streifen, die temporeiche Menschenjagd im späteren Verlauf macht aber vieles wieder gut und packt obendrein ordentlich. Für Fans ist "Borderland" auf jeden Fall eine Offenbarung! 7/10 Punkten.