Wo "Hostel" sich bemüht hatte und "Captivity" völlig versagte, trifft "Borderland" ins schwarze!
Leider muss man bei der New-Age-Horror-Welle den vergleich zu Genre-Flachbretter wie den Obengenannnten anstellen. Aber solange man positiv überrascht wird, ist ja alles in Ordnung.
Die Story orientiert sich zwar dennoch an den "Hoschdel-Teilen", aber das ist auch das einzige.
"Borderland" beginnt derb, und verfällt leider nach den erschreckenden ersten 10 Minuten in Road Trip-Lethargie. Da gehts mal wieder ums vögeln, saufen und Drogen konsumieren. Leider muss das ja immer sein. Dem jüngeren Publikum scheints ja zu gefallen. Zwischendurch wird man aber immer aus seinem Dilirium geweckt, und das knallhart.
Ein besonderes Lob gebührt Regisseur Zev Berman dafür, das er seinen zweiten Streich so umsetzte, daß es einem einen kalten Schauer bezüglich der Kaltschnäuzigkeit und Brutalität der Schergen über den Rücken treibt. Klasse dabei, das Berman die Mord-Szenen nicht so explizit ausführt wie Vollpfosten Eli Roth. Weniger ist manchmal mehr, und das trifft nicht nur bei "Borderland" zu.
Aber keine Angst, wer nun denkt, das er Blut-technisch zu kurz kommen könnte braucht sich keinerlei Sorgen machen. Es werden Macheten-Massaker geboten, rausgeschnittene Augen und nette Einschusslöcher präsentiert. Für die ganz harte "bewundernswerte" Fraktion wohl zu wenig, aber mir hats gereicht.
FAZIT:
"Borderland" ist ein krasser kleiner Horror-Streifen der sicher auf kurz oder lang wie "Hostel 2" zum 131er avancieren wird. Um längen besser als der Roth-Rotz oder den filmischen Flachpfeifen wie "Captivity" und "Timber Falls"..
7,5/10