Review

In Mexiko wird Torture Porn noch mit Tequila runtergespült!

Ein bisschen Found Footage(-Vibes), ein bisschen Mexiko-Antiwerbung, ein bisschen okkulter Mumbojumbo, der gute „Samwise“ in seiner mit Abstand dreckigsten Rolle, sehr viel „Hostel“ gone South America… Mehr „2007“ könnte „Borderland“ kaum sein - und lässt (basierend auf „wahren Begebenheiten“, selbstredend exploitativ aufgeblasen) drei amerikanische Studenten im Herzen Mexikos auf einen Kannibalenkult stoßen…! 

„Borderland“ ist ein sehr grausamer, düsterer und menschenverachtender Film. Roh und ruppig. Man kann das auf „Südamerika-Panikmache“, reinsten Torture Porn oder einen schwitzigen „Hostel“-Verschnitt reduzieren. Die Connections zu seinen „wahren Begebenheiten“ mit einem Kopfschütteln abtun. Seine Wirkung und Dunkelheit und Gewalttätigkeit hat „Borderland“ aber bei mir sicher nicht verfehlt. Das ist schon enorm gemein. Der kontrastreiche Look, die satanistischen Gesänge im Ohr, die verzweifelten und verhackstückten Amis, ein abgründiger Sean Astin. Dazu gesellschaftspolitische Töne, Ansichten und Strömungen, die zwischen verstörend, faszinierend und warnend schwanken. Das kann einem schon die Lust auf den nächsten Mexikourlaub (oder USA-Urlaub?!) nehmen. Dabei ist’s da so traumhaft schön… Ach, lassen wir das. „Borderland“ ist jedenfalls einer der garstigeren und effektiveren Vertreter seiner Welle und einer ungemein körperlichen, plumpen und extremen Zeit des Horrorkinos. Egal ob in Frankreich, England oder für den amerikanischen Kontinent. Harter Tobak in seiner ungeschnittenen Version. Schade nur, dass die Jungs jetzt nicht gerade Sympathieträger sind und mein Mitleid mit ihnen sich in Grenzen hielt… 

Fazit: rau, sandig, blutig und ungemütlich… Dieser Mexiko-Trip geht (wortwörtlich) unter die Haut! 

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