Die junge Sage Ryan, genannt BANSHEE, ist eine Meisterin im Diebstahl edler Luxus- und Kultkarossen. Doch als sie sich an einem Dodge Charger vergreift, bricht die Hölle los. Denn der Besitzer des Wagens, ein wahnsinniger Serienmörder, hätte nur allzu gerne sein Auto zurück, welches diverse Spuren seiner Gewalttaten enthält, die allesamt ausreichen würden, um ihn zu überführen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, entführt der Killer Banshees Freund und zwingt sie somit auf drastische Weise, den Wagen wiederzubeschaffen. Das Problem ist nur, dass sie den Dodge schon an einen skrupellosen Gangsterboss verkauft hat, der es nicht einsieht, dieses Kultauto wieder herzugeben. Es entbrennt ein heftiger Kampf, in dem die junge Diebin dem Wagen wieder habhaft wird, doch nun hat sie mehrere Probleme gleichzeitig, denn nun wird sie von der Mafia sowie der Polizei gejagt. Und der Serienkiller findet auch immer mehr Gefallen an - Banshee als weiteres Opfer für seine Obsession.
Wenn man sich einmal die im Internet vorhandenen Meinungen pber diesen Film durchliest, dann wird man viel eher abgeschreckt, als das man Interesse fpr dieses Thriller / Drama entwickelt. Und dabei ist dieses Werk von Regisseur Kari Skorgland (50 Dead Men Walking) gar nicht einmal so schlecht, sondern bietet recht kurzweilige und auch sehr spannende Unterhaltung. Zugegeben, es handelt sich dabei ganz sicher um kein Meisterwerk und die Geschichte offenbart auch so einige Logiklöcher, was aber rein gar nichts an der Tatsache ändert, das man hier äusserst gut unterhalten wird. Das liegt vor allem in der Tatsache begründet, das sich verschiedene Genres miteinander vermischen, denn hat es der Zuschauer zu Beginn anscheinend mit einem reinen Actionfilm zu tun, in dem sich alles um geklaute Autos dreht, so entwickelt sich das Geschehen doch mehr und mehr in Richtung eines spannenden Thrillers hin, der teilweise recht dramatische Züge trägt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge und symphatische Sage, deren Spitzname "Banshee" lautet und die eine wahre Meisterin beim Diebstahl von teuren Autos ist. Als sie dann eines Tages das falsche Auto klaut, ahnt sie noch nicht, in welche Ereignisse sie dadurch verwickelt wird, da dieses Auto einem wahnsinnigen Serienkiller gehört. Den Übergang zu einem Thriller, der hier stattfindet, hätte man sicherlich etwas besser und logischer in Szene setzen können, denn das Szenario wirkt schon etwas an den Haaren herbeigezogen, bietet aber dennoch ein hohes Maß an Spannung und entfaltet auch eine teils äusserst bedrohliche Grundstimmung, die sich auch auf den Betrachter überträgt und so dafür Sorge trägt, das dessen Aufmerksamkeit und Interesse ganzzeitig aufrechterhalten bleibt.
Auch die symphatische, wenn auch nicht immer logisch agierende Hauptdarstellerin Taryn Manning (Sage) bietet genügend Anlass, sich dem hier stattfindenden Geschehen zu widmen, denn ihr dargebotenes Schauspiel kann sich durchaus sehen lassen, ausserdem sammelt die hübsche Autodiebin von der ersten Minute an sehr viele Symphatiepunkte beim Zuschauer, die im Laufe der Zeit immer mehr Zuwachs erhalten, als man auch noch etwas mehr über ihre vergangene Kindheit erfährt, in der sie es anscheinend nicht immer leicht hatte. So kann man dann auch mehr Verständnis dafür aufbringen, warum sie auf die schiefe Bahn geraten ist und sich mit Autodiebstählen über Wasser hält. Das bringt ihr im Endeffekt sogar Verständnis und sogar Zuneigung von Seiten der ermittelnden Polizei-Beamten ein, die ihr ständig auf den Fersen sind.
Damit sind wir aber auch beim größten Schwachpunkt des Films angelangt, denn insbesondere das Verhalten und die Handlungen der Polizisten sind rein logisch nicht ganz nachvollziehbar. Mich persönlich hat das zwar nicht weiter gestört, aber es wird garantiert wieder viele Leute geben, die sich darüber aufregen. Wenn man nämlich sieht, wie dumm sich die Beamten besipielsweise beim Versuch anstellen, als sie Banshee verhaften wollen, kann man sich einen Schmunzler nur schwerlich verkneifen, denn so, wie man sich hier von dem Mädchen übertölpeln lässt, würde es in der Realität sicherlich nicht passieren. Meiner Meinung nach verleiht das dem Ganzen aber vielmehr einen ungeheuren Charme, als das man es negativ bewerten müsste. Letztendlich hat man es hier mit einem Film zu tun, der ganz sicher nicht perfekt ist und auch über genügend Logiklöcher verfügt, aber dennoch einen ganz besonderen Charme entwickelt und ganzzeitig gut zu unterhalten weiss.
Fazit:
"Banshee" ist ein Film, bei denen sich die Stärken und die Schwächen die Waage halten. Auf jeden Fall aber wird man mit einer Geschichte konfrontiert, die über die gesamte Laufzeit sehr flüssig und spannend erzählt wird. Das vorhandene Erzähltempo ist genau richtig erzählt, so wechseln sich äusserst schnelle und actionreiche Passagen mit einigen etwas ruhigeren Phasen ab, um letztendlich wieder ordentlich an Tempo zuzunehmen. Ähnlich einer Achterbahnfahrt werden dem Zuschauer einerseits wilde Auto-Verfolgungsjagden geboten, um andererseits mit einem atmosphärisch sehr dichten Thriller-Szenario konfrontiert zu werden. Eine Mixtur, die durchaus zu gefallen weiss und für einen gemütlichen Film-Abend jederzeit bestens geeignet ist.
6/10