Uhhh! Was war denn das letzte Nacht? Hab ich nur schlecht geträumt oder habe ich da etwa 90 Minuten meiner Zeit für unglaublichen Müll vergeudet?
Oh Nein! Diesen Film gibt es ja wirklich. Kein Traum! Ich fass es nicht!
"Voyeur.Com" ist ein Amateur-Streifen, der sich, merkwürdigerweise in alle Welt verkaufen ließ! Warum dürfte einem nach Ansicht des ganzen Treibens aber höchst merkwürdig vorkommen.
Die ersten Minuten stimmen einen eigentlich gleich ein, worauf man sich hier eingelassen hat. Also schrauben wir alle Ansprüche auf 0 herunter und schauen uns das Machwerk mit der Hoffung an, einen charmanten "Hardcoretrashigen" Amateur-Streifen zu sehen. Doch es willl einfach nicht gelingen. Denn Voyeur.Com ist selbst wenn man gar keine Ansprüche stellt, noch unerträglich!
Die Idee an sich, einen Killer durch ein Big Brother-Haus zu schicken, ist gewiss erst einmal reizvoll, da einem diese geistlose RTL 2-Serie ja nun bereits zum 5. Mal in den Medien quälen will. Doch das Drehbuch ist so was von uninspiriert, fade und bekloppt, das einem das Abendessen hochkommen möchte. In keinster Weise hat man sich hier auch nur die geringste Mühe gegeben. So wirkt das Ganze wie ein dahin gerotztes Irgendwas.
Die Handlung des Films "glänzt" derartig an Blödheit, die zudem noch unglaublich langweilig präsentiert wird. Der ganze Dünnpfiff dümpelt in einer schier trägen Art und Weise vor sich hin, dass ich jedem der 5 Minuten lang die Augen offen halten kann, bewundere!
Dann noch die Dialoge, die außer sexistischen Anspielungen, blödsinnigen Quengeleien und geistlosen Sprechblasen nichts zu bieten haben, so das man sich am liebsten durchgehend die Ohren zu halten möchte.
Zudem wird Versprochenes nicht eingehalten. Laut "Story" sollen die Protagonistinnen nämlich leicht bekleidet herum laufen und man daher wenigstens hoffen könnte, mit etwas nacktem Fleisch "verwöhnt" zu werden, doch Pustekuchen! Wenn man mal was Nacktes sieht, dann sind das ein paar Beine o. Ähnliches, ansonsten wirkt alles eher wie ein für Beate Uhse-TV kräftig zerstückelter Soft-Porno, bei dem wirklich alles herausgekürzt wurde. Nur zum Ende hin wird darf man sich einen "Nackedei" anschauen, der dann allerdings so drastisch hässlich ist, dass einem nun auch noch das Frühstück hochkommt.
Und last but not least sind auch die Darsteller das Übelste was einem wohl jemals über die Glotze gelaufen ist. Zwar sind einige der Babes ganz nett anzusehen, doch in Punkto Schauspielerei dürften sie es höchstens im anspruchslosen Porno-Business zu etwas bringen. In richtigen Filmen dürften sie selbst nach 100 Jahren Schauspielschule noch mit "goldenen Himbeeren" nur so überhäuft werden.
Einzig und allein die (ganz, ganz wenigen) Bluteffekte können, für einen Amateur-Streifen wohlgemerkt(!), durchaus gefallen. Aber davon gibt es, wie schon geschrieben, so wenige, dass sie eigentlich gar nicht der Rede wert sind.
Fazit: Unglaublicher Rotz bei dem man sich ständig fragt, wie der sich fast überall hin verkaufen konnte. In allen Details unglaublich dilettantisch inszeniert und dabei noch höchst langweilig und ohne auch nur ein Fünkchen Spaß, sollte man dieses Machwerk, selbst als großer Thrash-Freak, in jeder Hinsicht meiden! 90 Minuten die man mit Schlaf wesentlich interessanter füllen könnte. Schade um die eigentlich interessante Grundidee und die wenigen netten Amateur-Splatter-Effekte, für die ich jeweils einen halben Punkt zum Zwangspunkt hinzurechne!
Jede Girlscamp-Folge dürfte spannender gewesen sein!
Wertung: 2/10