Hach,schön,diese alten nostalgischen Schinken mit Vincent Price.Hier gibt er in drei Episoden jeweils die Hauptrolle und überzeugt einmal mehr als Altmeister des klassischen Gruselfilms.
Die erste Episode,“Heideggers Experiment“,ist zugleich die beste und besticht vor allem durch eine unglaublich dichte Atmosphäre.Zwei altgewordene Freunde entdecken eine Art Jungbrunnen und beschließen,die verstorbene Geliebte aus dem Reich der Toten zu erwecken,doch da kommt ein böses Geheimnis aus der Vergangenheit ans Licht.
Die zweite Episode,“Rappaccinis Tochter“ist die schwächste,da hier zu wenig geschieht und durch übermäßig viele Dialoge keine Spannung aufkommen will.Böser Arzt hat seine Tochter vergiftet,bei der alles und jeder verbrennt,der sie berührt.Ein junger Student verliebt sich in sie,doch er ahnt nichts von ihrem dunklen Geheimnis.(Sehr hübsch:Joyce Taylor als Beatrice).
Die letzte Episode erinnert sehr an „House of Usher“von EA.Poe:Eine Familie leidet seit Jahrhunderten unter einem Fluch,in den alten Gemäuern soll ein Schatz liegen,doch sucht man nach ihm,ergreift der Fluch Besitz von einem.Diese Geschichte hat am meisten Tempo und man sieht neben ein paar Tropfen Blut immerhin noch ein Skelett bevor das Haus zusammenfällt.
Im Grunde genommen ist das alles reinster Trash und aufgrund greller Farben und ebenso greller Musik auch nur als solcher zu konsumieren.
Teilweise dehnen sich die Geschichten etwas durch schwülstige Dialoge und die Laufzeit von fast zwei Stunden hätte etwas knapper ausfallen können.Dafür ist Price aber in Hochform und die niedlich ausgestatteten Sets können herrlich altmodische Atmosphäre aufkommen lassen.
Kein Meilenstein unter den angestaubten Gruselschinken,aber insgesamt recht sehenswert.
6 von 10 Punkten