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Last Writer Hero

John Candy war ein National Treasure und wir haben ihn viel zu früh verloren. Mit „Delirious“ kann man sich nochmal in seinem Humor und ganz besonderen Flair suhlen, denn das ist seine Show und perfekt auf ihn zugeschnitten - er spielt hier einen Drehbuchschreiber für die kitschigste Soap im Land, der sich durch ein Schädeltrauma in seiner eigenen Serienwelt wähnt und die wildesten Wendungen erdichten kann…

Du bist der Held deiner eigenen Geschichte

„Delirious“ gibt John Candy kaum Grenzen und das ist toll. Solche Helden sieht man heute einfach nicht mehr. Körperlich wie charakterlich alles andere als perfekt. Aber definitiv liebenswert, echt und nachvollziehbar. Der Humor hat eine weite Bandbreite. Durch den Fantasy-Aspekt ist hier rein gar nichts berechenbar. Die Nebenfiguren sind whacky und wunderbar. Nirgendwo sonst kann Candy Womanizer und Actionheld sein. Selbst wenn der Kern der Sache an allzu viel Involvierung hindert, immer eine deutliche Distanz aufrechterhält und den anfangs angedeuteten NYC-Film zunichte macht. Und natürlich mit einem sehr berechenbaren happy Ende „glänzt“. Von der enormen Sympathie und dem Außenseiterherz der Sache nimmt das aber nichts. 

Fazit: kreativ-komische Knalltüte zwischen Fantasieland und träumerischer Bedeutungslosigkeit. Für John Candy-Fans ein Muss. Für den Rest aber vielleicht immerhin noch ein unbesungener Spasssnack. 

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