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28 Trashfreaks Later

Grüne Computerschrift auf schwarzem Grund; lässiges Synthiegewitter; eine bunte Bande postapokalyptischer Überlebender; ein menschenleerer, laborartiger Unterschlupf; wenig Laufzeit auf der Uhr; sexy Miss Quigley zeigefreudig und eingeseift auf dem Schirm; trashiger Faktor hoch; „Day of the Dead“ trifft Wannabe-„Alien“; weitere endzeitliche Monster im Anmarsch… Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass „Creepozoids“ nicht vielversprechend beginnt. Selbst wenn diese Hoffnung und dieses Level nicht durchgängig gehalten und befriedigt werden…

Als (weiteres) „Alien“-Ripoff von Full Moon darf man von „Creepozoids“ sicher nicht zu viel erwarten. Das Poster spielt mal wieder drei Ligen über dem Endprodukt. Und trotzdem geht das als Cheesycrust-B-Movie-Pizza schon klar. Klebrig, schleimig, fettig, scharf. Vor allem wenn man weiß, wie Full Moon tickt und kopiert. Monsterratten, nackte Sexsymbole des Genres, viele bessere Alternativen und Vorbilder. Alles Studio, alles beengt, alles ohne wirklichen roten Faden oder Druck. Ein loses Bananenfinale. Insgesamt kaum viel anders als dreiste „Alien“-Kopien etwa aus Italien oder Indonesien. Bizarr, banal, bescheuert. Das Monsterbaby am Ende ist trotzdem ein Highlight. Viele Gummikostüme. Genauso Kopfschütteln wie Grinsen bei mir. Es wird gerobbt wie McClane, es wird gekämpft wie Ripley, es wird geduscht wie im Hustler, es wird abgepaust wie in der Schule. Proteintests und schwarzer Schleim. Mal eklig, meist lächerlich. Aber im richtigen Maß… Mit dem ein oder anderen Glas… Sobald man manchen Hit vergaß… Ein kleiner, dummer Spaß. 

Fazit: cheesy Monstermadness ohne Anspruch, Fallhöhe oder Spannung. Trotzdem solider Geisterstundenkäse der besseren Full Moon-Art. Artifiziell und comichaft. Ein bisschen als ob Kiddies oder Außerirdische Prime-Ridley Scott nachahmen zwischen Kinderzimmer und Schullabor…

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