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Noch ein Remake des Stoffs. Das wäre nicht nötig gewesen, denn Kaufmans Version von 1978 war noch nicht angestaubt und Ferraras Adaption, die gar nicht zu ihm passt, hat sehr viele Macken. Da wären schwache Masken und Effekte zu nennen, falsch besetzte und schlecht spielende Darsteller (Die rotzige Teenagertochter; Besonders Meg Tilly ist nach ihrer Umwandlung noch viel zu sinnlich und zärtlich) und diverse neue Aspekte und Variationen, die letztlich nichts bringen. Ein Militärstützpunkt z.B. ist zwar für die Körperdiebe der ideale Brutplatz, weil Soldaten im Dienst auch keine Gefühle zeigen dürfen, doch gerade das macht ein reizvolles Spiel mit der Frage - noch Mensch oder schon emotionslose Kopie? - leider komplett zunichte. Auch die Invasion aus der Perspektive der Familie, ist zwar an sich keine schlechte Wahl, aber dadurch droht das dramatische Geschehen stets zur Seifenoper zu degenerieren.
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Nach Philip Kaufman wagte sich auch Abel Ferrara an eine Neuverfilmung von Don Siegels "Die Dämonischen" und lieferte ebenso einen brauchbaren Film ab, dessen Qualitäten aber eher im Unterhaltungswert denn in der Aussage liegen. "Body Snatchers - Die Körperfresser" ist für einen Abel-Ferrara-Film ungewöhnlich gelackt und geschliffen, und das "Rambo"-like Ende ist wohl sein Tribut an das Mainstream-Kino. Fazit: Solider Horror von einem Regisseur, der viel mehr kann.