Bevor Columbus 1492 Amerika entdeckte, waren die Wikinger schon da. Und zwar mehrfach, denn nur zu gerne überfielen sie die Indianer. Eines Tages zerschellte ein Wikingerschiff an der Küste, nur der kleine Ghost überlebte. Nun ist Ghost groß, ein Mann geworden. Als erneut Wikinger die Rothäute überfallen, sieht Ghost seine Chance gekommen, seine Männlichkeit unter Beweis zu stellen…
Pathfinder ist ein irgendwie seltsamer Film, als der Abspann lief fragte ich mich immer noch was ich da eigentlich gesehen hab. Die Story ist dabei simpel, mal zur Abwechslung die Konstellation Wikinger mit Indianern kloppen zu lassen ist ein noch nicht ausgelutschtes Konzept. Das ganze noch mit ein wenig Kunstblut garnieren und fertig ist eine hippe mainstream Schlachtplatte. Allerdings machte der gute Marcus Nispel bei der Inszenierung doch den einen oder anderen Fehler. Das fängt bei der Farbgebung beispielsweise an die ständig düster graue Bilder liefert, die Farbverfremdung geht bei 300 zB ja noch in Ordnung aber hier wirkt sie irgendwie fehl am Platze. Auch an die hektischen Schnitte sollte man sich heutzutage mittlerweile gewöhnt haben, ok der Regissseur kommt aus der Musikclipbranche, aber muß man deshalb einen Film schnippeltn als wärs ein Napalm Death Videodreh? Auch die Charaktere sind eindimensional bis zum geht nicht mehr. Die bösen Wikinger (Europäer) hauen einfach alles kurz und klein was ihnen über den Weg läuft, während die edlen Indianer (Amerikaner) zuckersüß und herzensgut zum steinerweichen sind, schwarzweißer gehts nimmer.
Letztendlich ist Pathfinder ein einfacher einer gegen alle Rachemovie. Karl Urban trägt recht variationslos seine "ich mach euch alle nieder" Miene spazieren und hätt ich im Abspann nicht gelesen das Allemannen Export Ralf Möller mitspielen würde ich hätte ihn unter den riesigen Helmen und der Gesichtsbehaarung echt nicht erkannt. Zumindest haben die Nordmänner schicke Kostüme dabei, sieht zumindest angebracht bedrohlich aus. Leider haben sie ihren IQ in Skandinavien vergessen, denn wer sich so leicht an der Nase herumführen läßt, hat das aussterben mit Ehrenabzeichen am Bande mühelos verdient. Insgesamt hat der Film einige nette Szenen ist aber sonst nix was man sehen müßte. Dann doch lieber mal wieder der dreizehnte Krieger anschauen.
3,5/10