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Mit dem vierten Rialto Edgar Wallace Film, bekommt man auch den bis dahin schlechtesten Film der s/w Ära zu sehen. Auf dem Regiestuhl nahm zum zweiten und zum letzten mal JÜRGEN ROLAND platz. Der Film kann wieder mit einer Topbesetzung aufwarten. Allem voran Gert Fröbe (Goldfinger) kann überzeugen. Aber auch Harry Wüstenhagen in seinem ersten Auftritt in einem Wallace Film hinterläßt einen sehr guten Eindruck. Auch Karin Dor ist wieder mit dabei, genauso wie Klausjürgen Wussow, der auch zum letzten mal in einem Wallace Film zu sehen ist. Etwas blass blieben dagegen Wolfgang Völz und Heinz Weiss in ihren Rollen. Auch Eddi Arent ist natürlich wieder mit von der Partie. Die Geschichte ist diesmal der große Schwachpunkt des Films. Der titelgebende "Grüne Bogenschütze" tritt nur selten in Erscheinung und stand nie im mittelpunkt des Films. Auch fehlte es dem Film an richtigen Höhepunkten. Auch die typische Wallace Stimmung und Atmosphäre fehlte bisweilen gänzlich. Nicht das der Film jetzt ein totaler Flop wäre. Die Akteure hinterließen einen bleibenden Eindruck. Vor allem Gert Fröbe, der den ganzen Film an sich riss, zeigte eine super Leistung. Wenn er seine Wutanfälle bekam und seine Mitarbeiter zusammenschrie, das war herrlich anzusehen. Die anderen Darsteller verblaßten aber gegen ihn. Zu drückend war seine Präsenz. Aber auch Harry Wüstenhagen und auch Stanislav Ledinek konnten mich voll überzeugen. Nur halt die Geschichte war nicht so stimmig. Auch das Finale, als der Grüne Bogenschütze auf Abel Bellamy (Gert Fröbe) traf, war kurz und einfallslos umgesetzt worden. Keine richtige Erklärung gab es für die Taten des Grünen Bogenschützen. Sehr schwache Auflösung des Falls. Aber ein weiterer Minuspunkt war das übertiebene, schon alberne Auftreten von Eddi Arent. Eigentlich mag ich es, wenn Eddi Arent in den Filmen ein wenig Humor mit einfließen läßt. Hier war es aber entschieden zu viel und vor allem überzogen. So wurde die schon recht schwache Story noch ins Lächerliche gezogen. Sicherlich kein schlechter Film, aber gemessen an den anderen drei bisherigen Edgar Wallace Filmen, der bis dato schlechteste der Filmreihe.

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