James Marshall, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, gelingt es mit russischer Hilfe den gefürchteten Diktator General Ivan Radek in Moskau zu verhaften. Per Air Force One, dem sichersten Flugzeug der Welt, geht’s danach wieder Richtung Heimwärts. Doch nicht nur die Präsidentenfamilie und das diverse Personal begaben sich an Bord, sondern auch ein russisches Fernsehteam das die Erlaubnis für eine Dokumentation in dem fliegenden Bunker bekam. Diese jedoch sind nicht die Echten, sondern fanatische, russische Terroristen die es schaffen, das Präsidenten Flugzeug in ihre Gewalt zu bringen.
Sind wir Deutschen eigentlich die besseren Amerikaner? Diese Frage kann man sich durchaus mal stellen, wenn wir so die Werke der Petersens und Emmerichs mal näher betrachten. Auch bei Air Force One trieft der Pathos nur so aus den Turbinen. Der US Präsident als Die Hard Hero, das ist schon eine gewagte These, hierzulande dreht ja auch niemand einen Film mit Angela Merkel als Lara Croft 3.
Aber ok, wir haben das Szenario der von russischen Terroristen entführten Air Force One, die mit dieser Aktion ihren erzkommunistischen General Radek freipressen wollen, auf das Mütterchen Russland wieder im alten Glanz erstrahlt. Was jedoch zunächst niemand ahnt, ist das Präsident Marshal nicht wie geplant in seiner Fluchtkapsel von Bord ging, sondern sich im Frachtraum einquartiert hat und nun seinerseits die bösen Jungs dezimiert.
Das Geschehen und die Action sind dabei sogar recht gut gelungen, aber der Film schreit auch mit jeder Faser "unglaubwürdig". Ich kann mir ja noch vorstellen das ein Mann in seiner Position auf Anweisungen das Kerosin abläßt, aber das er durchtrainierte bewaffnete Terroristen mehrfach überwältigt, naja. Am besten nicht drüber nachdenken, sich über die solide Popcorn Action erfreuen, da geht Air Force One recht flüssig durch. Die Darsteller machen ihren Job soweit ordentlich, wobei besonders Gary Oldman als Schurke mit Überzeugung Pluspunkte sammelt. Mir persönlich ist aber John McLane lieber.
6/10