Review

Vor fünf Jahren wurde Manuela entführt und schwer sexuell misshandelt, konnte den Verbrecher aber töten und im Wald verscharren. Seitdem hat sie schwere psychische Probleme...und der Albtraum beginnt von neuem...
Bethmann Filme sind selbst unter den deutschen Amateurhorrorschmuddlern etwas besonderes, während die meisten sich mit drei Flaschen Ketchup in ein wehrloses Waldstück zurückziehen, gehts es ihm meist eher um bedrohte Nackedeis, oder ums einfacher zu sagen um Tittenfilme mit Horrorambiente. ExIn macht da keine Ausnahme außer das untypischerweise die ganz tiefen Einblicke in die weibliche Anatomie außen vor bleiben (bestimmt gibts aber ne Hardcore Version davon, merkt man alleine am Schnitt in vielen Szenen).
Im Vergleich zu früheren Werken (ich kenne immerhin zwei) kann man hier immerhin konstatieren, jo, das ist ein richtiger Film mit Handlung und so. Zwar immer noch kein guter und die Story ist ebenso simpel, wie die finanziellen Möglichkeiten bei der Produktion (wer beim Anblick des Therapiezimmers des Psychaters nicht lachen muß, der hat keinen Humor), aber der Film hat durchaus seine spannenden Momente während der Hasenjagd in der alten Hütte. Wenn man schon beim loben ist, selbiges auch an die Synchro, es wurde immerhin nachsynchronisiert, die Dialoge sind klar verständlich, ist bei Amateurproduktionen ja nicht immer so.
Dennoch überwiegen wieder mal die Negativaspekte. Fangen wir mal bei den Darstellern an. Die Hauptakteurin heißt Renee Pornero, was ja schonmal einen deutlichen Fingerzeig in die Richtung der ganzen Plotte erahnen läßt. Ob die Dame den Namen auch im Personalausweis stehen hat weiß ich nicht, aber es ist kein gutes Zeichen wenn jemand aus einer Branche kommt, die nicht gerade für Schauspielerei bekannt ist, und dazu noch die beste Leistung des ganzen Streifens bietet, kann das auch kein Kompliment sein. Andreas Bethmann gab sich selbst die Rolle des bösen Psychopathen und schießt sich damit selbst ins Knie. Sorry Andi, aber spielen kannst du nicht und Lord Helmchen aus Spaceballs hat als Erzschurke mehr Bedrohungspotential als du.
Ohne jetzt selbst irgendwie political correct zu sein ging mir auch die zweifelhafte Ideologie in diesem Film und auch in den bisherigen die ich von Bethmann gesehen habe. Also irgendwie scheint da ein ziemlicher Frauenhass in der Luft zu sein. Allein hier wird ein Girl durch die Möse erstochen und eine weitere durch selbige erschossen. Scheint aber eine dauernde Aussage in seinen Werken zu sein, wie wärs denn mal mit einem normalen Slasher mit irgeneinem maskierten Kettensägenschwinger, nur mal so zur Abwechslung. Eine weitere Szene zeigt eine mexikanischen Hinrichtungsfalle (falls diesen Cartoon noch jemand kennt)a la Saw, ohne jetzt allzu viel verraten zu wollen.
So richtig Freude macht der Film jedoch nicht, die Story ist wenig innovativ, einige Parts können zwar ganz gut unterhalten, dennoch würde ich jeden Ami Durchschnittshorror vorziehen. Immerhin ist eine Tendenz nach oben festzustellen, vielleicht hält das ja an.
3/10

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