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Als die bereits dritte vergewaltigte und ermordete Hostess aufgefunden wird, schickt Officer Wong [ Melvin Wong ] die zwei Polizistinnen Feng [ Moon Lee ] und Grace [ Gum Chi Gei ] undercover in die letzte Arbeitsstätte der toten Frauen, einen Nachtclub. Dort stossen sie während ihrer Ermittlungen auf den zwielichtigen Geschäftsführer Bee [ Chui Jing Yat ], der Ärger mit der japanischen Yakuza hat, nachdem er sie bei einer Waffenlieferung beschissen hat. Ausserdem will er die alleinige Herrschaft in seiner Gang habem und heuert zu dem Grund die Assassin Yamamoto [ Yukari Oshima ] an.

Actionkrimi aus der wohlbekannten New Treasure Films Schmiede, der sich als durchschnittlich guter B – Film präsentiert und für Anhänger des Girls with Guns Genres durchaus sehenswert ist; für alle, die auf mehr Produktionsvolumen, Inhalt und Optik abfahren, bleibt es wahrscheinlich nur ein billiger Film.
Dabei kann man hier sogar von einer ganz gut ausgetüftelten Geschichte sprechen, die mehrere Aufhänger geschickt verbindet und über die gesamte Laufzeit genug Plotelemente bereithält und dies auch soweit angemessen bebildert.
Die dabei eingesetzte Action ist nicht nur relativ zahlreich, sondern auch ganz angenehm inszeniert, ohne jetzt aber in vordere Bereiche vorzustossen. Dafür reicht weder das Budget noch das Talent von Action Director Jackson Ng Yuk Yue aus, der sowieso nur sporadisch diese Funktion übernimmt [ Black Wall, What Price Survival ]. Zumindest hat man ausserhalb kleiner, aber durchaus knackiger Prügeleien auch für zwei mittlere Materialschlachten gesorgt, die dann auch mal mit Explosionen und Carstunts um sich werfen; etwas holprig alles zwar, aber dass ist man auf dem Level gewohnt. Dadurch verschwindet zwar der farblos – triste Einheitslook nicht, aber auch das gehört zu HK B – Action ebenso dazu wie der geklaute Score und die Spandexhosen der Battle Queens Lee und Oshima, die beide wieder mal für die Glanzstücke des Filmes sorgen.

Die Geschichte mit dem mordenden Sex Maniac wird natürlich nur nebenbei abgehandelt, und dann anscheinend trotz der Thematik auch nicht besonders ernst genommen, anders ließe sich dessen Kostümierung als halbnackter Tiger in Lendenschurz und Pantoffeln wohl nicht erklären. Die Ermittlungsarbeiten der beiden Polizistinnen auf diesem Feld ist eigentlich auch nicht wirklich vorhanden, man schlägt sich eher mit der aufdringlichen Kundschaft und anderen Problemen herum, wie das richtige Gehen mit High Heels. Das letztere wird natürlich unter den Mädels ausgetragen, die sich speziell für den Fall auch eine Wohnung teilen müssen, was dann logischerweise für ein Buddy – Picture genutzt wird; nicht wirklich lustig, aber auch nicht weiter störend.

Der zweite Handlungsstrang ist eindeutig der wichtigere und stärkere, das Beseitigen der Konkurrenz in den eigenen Reihen wird durch rasch ausgeführte Attentate absolviert; die Auseinandersetzung mit den Japanern [ geleitet von Billy Chow ] in den leicht ausschweifenden Showdown gelegt, der genretypisch im Lagerhaus und weiterführend am Pier stattfindet. Hierbei kommt es neben Granatenbeschuss aus einem Handschuh [!] auch zu zwei grotesken Gewaltszenen, die aber eindeutig als Fake sichtbar sind.

Mit einer besseren Optik und vielleicht noch dem Streichen der Humorversuche hätte sicherlich was Besseres rauskommen können, ansonsten ist der Film soweit passabel und eine gute Ergänzung des einstmals beliebten Genres; zumal derlei Sachen heute nicht mehr gedreht werden.

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