Längst ein Klassiker der Kindercomedy: Der kleine Kevin McAllister wird zu Weihnachten von seinen Eltern, die nach Paris in den Urlaub fliegen, im allgemeinen Trubel zu Hause vergessen. Bald darauf machen sich Einbrecher daran, das Haus auszuräumen, aber sie haben nicht mit dem Einfallsreichtum des 11jährigen gerechnet, der sein Haus mit Mann und Maus verteidigt.
Zu Beginn der 90er ein Kassenknüller in den Kinos, darf man „Home Alone“ längst zu den Evergreens im deutschen Fernsehen zählen, der zum Weihnachtsfest fast schon so dazugehört wie der Baum. Auf die Zielgruppe (alle unter zwölf) dürfte der Film sogar in Jahren noch seine volle Wirkung entfalten, denn die Identifikationsfigur ist mit einem gewieften Dreikäsehoch ideal ausgefallen, der zudem so allerlei Sachen erlebt, die Zuschauer in diesem Alter ansprechen: Zoff mit der Familie, insbesondere mit dem fiesen, großen Bruder, Angst vor fremden, alten Leuten und vor dem Keller und am zufriedensten vor dem Fernseher mit einem überdimensionalen Eis in der Hand.
Das Buch stammt vom legendären John Hughes, der hier einmal keine Story für Teenager kreierte, sondern eine für die Kleinen. Inhaltlich kann er natürlich keine Bäume ausreißen, schafft es aber in geschickter Art und Weise, den Film sowohl für Erwachsene als auch für Kinder interessant zu machen, vor allem letztere werden ihren Spaß haben und in der absolut kultigen letzten halben Stunde Tränen lachen.
Ein beachtlicher Cast um Joe Pesci, Daniel Stern, Roberts Blossom und John Candy rundet die Sache ab, unvergesslich bleibt Macauly Culkin in der Rolle des Dreikäsehochs vom Dienst, wobei er sein späteres Leben als Ex-Kinderstar leider nicht so ganz in den Griff bekam, wie man sich das gewünscht hätte.
Einer meiner persönlichen Favoriten, den ich immer wieder gern sehe, obwohl er in reiferen Jahren immer mehr Logik- und Inhaltsfragen aufwirft, aber seine Anziehungskraft irgendwie nie verliert. Wer den als Kind schon an die zehnmal gesehen hat, wird wissen, wovon ich spreche.