Kevin wird von seinen Eltern erneut vergessen, diesmal aber nicht zu Hause, sondern in New York, wo er sich mit der Kreditkarte seines Vaters eine Zeit lang über Wasser halten kann. Doch dann erfährt er, dass die beiden Verbrecher, die er vor einem Jahr ins Gefängnis gebracht hat, ausgebrochen sind und einen Spielzeugladen überfallen wollen. Kevin, der dies verhindern will, da das Geld ans Kinderkrankenhaus gespendet werden soll, baut erneut Fallen, um den Einbruch zu verhindern.
Nach dem Erfolg des ersten Teils, der weltweit über eine halbe Milliarde Dollar einspielen konnte, wurde es ja Zeit, dass ein zweiter Teil gedreht wird, der im Kino ebenfalls ein großer kommerzieller wurde. Aber von vorne:
Die Story ist im Prinzip identisch mit der des ersten Teils. Kevin wird vergessen und muss sich durchschlagen. Zwar werden die Ereignisse des ersten Teils künstlich übertrieben, aber alles in allem liefert der Teil überhaupt nichts Neues. Tiefe gibt es natürlich nicht einmal im Ansatz, auch wenn der Film stellenweise ein wenig emotional wird.
Der Film läuft schnell an und ist im Mittelteil über weite Strecken unterhaltsam. Vielleicht ist er sogar noch unterhaltsamer, wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat. Das Ende bietet dann wieder ein Slapstick-Feuerwerk im Stil alter Zeichentrickfilme. Die Fallen sind noch heftiger und intelligenter. Ich empfinde sie für einen Kinderfilm als etwas zu sadistisch, da war der erste Teil besser.
Vor allem die Begegnung mit einer Unbekannten, der Kevin enorm weiterhilft oder mit dem überaus netten Spielzeugladenbesitzer machen den Film überaus emotional und verbreiten gute Laune passend zur Weihnachtszeit. Auch die Musik passt sich dem gut an. Die Kulisse von New York ist sicherlich besser, als die im ersten Teil.
Macaulay Culkin spielt wie im ersten Teil sehr gut und stellt sein Talent unter Beweis. Schade, dass man seit den Kevin-Filmen nicht mehr viel von ihm gesehen hat. Oscar-Preisträger Joe Pesci spielt einen der beiden Räuber und ist sehr gut.
Zusammenfassend ist "Kevin allein in New York" eine unterhaltsame Komödie, die humorvoll und emotional umgesetzt wurde, aber nach dem ersten Teil nichts Neues liefern kann.