"Kevin - Allein in New York" ist ein unterhaltsamer Aufguss des Riesenerfolgs "Kevin - Allein zu Haus".
Der Film beginnt fast exakt wie der erste Teil:
Im Hause McCallister herrscht am Abend vor der Abreise Aufregung, Kevin (Macaulay Culkin) begeht eine Dummheit und muss deshalb auf dem Dachboden schlafen.
Am nächsten Morgen wachen die McCallisters auf und stellen fest, dass sie schon wieder verschlafen haben und möglicherweise ihren Flug verpassen.
In dieser Hektik war Kevin in Teil 1 im Haus "vergessen" worden, doch diesmal fährt er noch mit zum Flughafen. Dort endet allerdings die gemeinsame Reise, denn Kevin muss komischerweise unbedingt die Batterien von seinem Diktiergerät wechseln - ein ziemlich einfallsloser Grund dafür, dass er den Anschluß an die Familie verliert und in den falschen Flieger, nämlich den nach New York, steigt.
Dort trifft er schon bald - rein zufällig - auf die beiden Gauner aus dem Vorgänger, die kurz zuvor aus dem Gefängnis geflohen sind und sich nun an ihm rächen wollen.
Eins ist einem beim Ansehen dieses Films immer klar:
Er kann den ersten Teil nicht erreichen, versucht dies aber durch oftmals plumpes kopieren und abkupfern von Ideen und Gags aus dem ersten Teil; so entspricht z.B. die Taubenfrau dem alten, einsamen Mann aus "Kevin - Allein zu Haus".
Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass das teilweise nötig war, sonst hätten die beiden Filme kaum Bezug zueinander gehabt.
Nebenbei stören auch noch ein paar Logikschwächen, so verwundert es z.B., wie Kevin innerhalb von wenigen Sekunden die Clownpuppe aufblasen kann, sie mit zwei Fäden so an der Dusche befestigen kann, dass sie wie ein echter Mann aussieht und dazu das Tonband, welches er zu Beginn des Films aufgenommen hat, abspielen kann, dass natürlich ganz zufällig genau zur Situation passt.
Auch das Zusammentreffen mit den beiden bekannten Ganoven wirkt etwas erzwungen und hätte deutlich besser eingebaut werden müssen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist Kevins neue Synchronstimme, die alte passte wesentlich besser.
Von alldem darf man sich aber nicht von der Tatsache ablenken lassen, dass auch "Kevin - Allein in New York" ein sehr unterhaltsamer Familienfilm ist, egal wieviel vom ersten Teil abgeschaut wurde.
Deshalb gibts immerhin 7/10 Punkte.