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Indianer massakrieren die Farmerfamilie Bridger, von der nur der kleine Jeremias überlebt. Zehn Jahre später ist aus dem rachedürstenden Jerry ein verbitterter Indianerkiller und Skalpjäger geworden. Doch allmählich erfährt er die Wahrheit: Der in Dollars schwimmende Großrancher Perkins lässt seinen Unterführer Boone die "Indianer-Überfälle" organisieren, um die Kleinfarmer abzuzocken, deren Land er sich untern Nagel reißen will. Zur Tarnung werden an den Tatorten immer ein paar tote Indianer verstreut. Furcht und Schrecken unterstützt der korrupte Virgil Prescott, Herausgeber der Lokalzeitung, mit entsprechenden Artikeln. Doch zusammen mit dem durchgeknallten "Doc" lässt es Jerry richtig krachen.

Schön das auf der 4 Filme Kinski Westernsammlung auch Streifen drauf sind von denen man noch nie etwas gehört und so unbedarft an die Sache rangehen kann. Held der Posse ist dabei ein einsamer Indianerjäger, dessen Familie bei einem fingierten Überfall der Rothäute ausgelöscht wurde. Die Skalps lassen sich dann prima an den örtlichen Perückenmacher weiterverkauft und so hat der junge Jerry seine tödliche Profession fürs Leben gefunden.
Das die zentrale Figur dabei so ziemlich alles, was ihm an Ureinwohnern vor die Flinte kommt, in Grund und Boden ballert und er sogar eine weibliche Gefangene am Seil hinter seinem Gaul herlaufen läßt, macht ihn jetzt zwar nicht gerade zum Sympathikus, aber Hauptsache wir haben unseren schweigsamen Rächer. Klar auch das dieser seine Meinung um 180 Grad dreht, als klar wird das die vielen Überfälle von einem weißen Großgrundbesitzer durchgeführt werden, der so den kleinen Siedlern ihr Land abluchst. Lustig allerdings die Situation der Indianer selber. Diese sind die einzige Fraktion die keinerlei Unrecht begehen, friedlich in ihren begrenzten Reservaten dahinvegetieren, aber im Sinne des Films den höchsten Blutzoll zahlen müssen.
Allzu brutal ist das Geschehen dabei aber nie, weshalb die FSK 18 Einteilung eher verwundert. Zwar wird zu Beginn ein kleines Mädchen ermordet, die gefangene Squaw wird geteert, gefedert und später sogar ausgepeitscht, aber wirkliches Blut gibt's kaum zu sehen. Die Shootouts haben sogar noch am ehesten Winnetou Format, einer knallt, einer fliegt um und das wars schon wieder. Die Darsteller sind soweit in Ordnung, für einen einfachen Spaghettiwestern jedenfalls ausreichend. Herrlich sinnvoll aber mal wieder der deutsche Titel, Amen und Satan tauchen mit keiner Silbe auf, klingt aber zumindest ganz fetzig. Auch schade das man nicht mehr aus Kinski gemacht hat, mehr als ein paar kurze Gastauftritte bekommt man von ihm nicht zu Gesicht. Die Drei Amen die Satan bekommt sind jetzt sicher kein Highlight des Genres, aber für einen ansprechenden Western reicht es.
6/10

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