Review

Auf dem Heimweg von einer exklusiven Party auf einem Landsitz werden Alice und Adam von einer Gruppe Jäger angegriffen. Durch den Überfall körperlich und emotional am Ende, drehen die beiden den Spieß um, als sie die Identität ihrer Angreifer herausfinden. Nun sind sie entschlossen, es den Männern, die sie so bestialisch gequält haben, mit gleicher Münze heimzuzahlen.

Donnerwetter, ich hätte nicht gedacht die unterkühlte Rothaarige aus den X-Files mal in einem Rape´n´Revenge Streifen zu sehen, aber sie macht ihre Sache genau wie Kollege Danny Dyer sehr ordentlich. Etwas seltsam fand ich nur die Charakterzeichnungen der vermeintlich Guten. Also das eine erfolgreiche Geschäftsfrau den knapp zwanzig Jahre Jüngeren Alarmanlageninstallateur mal eben zu einer vornehmen Party ihres Chefes auf ein Landhaus abschleppt, kann ja schonmal passieren. Später nach dem Überfall und der Vergewaltigung wechseln die beiden aber irgendwie ständig ihre Einstellung und pendeln wechselseitig zwischen rachedürstiger und eher gemäßigter Einstellung hin und her.
Das Drehbuch bietet da eine ganze Reihe an Unstimmigkeiten, mal erledigt sie den Hund der Peiniger in bester Sniper Manier, während er nebendran rumflennt. Später ballert er kaltlächend die anderen beiden Fiesos weg, ohne das eine nachvollziehbare Wandlung der Figur angedeutet wird. Es wäre wahrscheinlich nicht verkeht gewesen, die ohnehin kurze Laufzeit von etwa 80 Minuten, um 10 Minuten zu verlängern und so den Charakteren mehr Raum zu gewähren und zu erklären warum die Opfer am Ende brutaler als die bösen Jungs sind. Die Brutalitäten halten sich zwar in Grenzen, bis auf den Kopfschuß wird mehr angedeutet als gezeigt, aber da sind schon einige Ruppigkeiten, mit der Retourvergewaltigung oder Augenausstechen mit dabei. Straightheads spielt da eher die psychische Karte aus, auch wenn ich auf die Pinkel und Masturbationsszenen durchaus hätte verzichten können.
Der Stoff bietet aber an sich genug Platz, um einen recht spannenden Thriller abzugeben, auch wenn er gelegentlich ein wenig mehr Tempo vertragen hätte. Die Darsteller leisten solide Arbeit, und der Spannungsbogen ist auch ok. Gewundert hab ich mich nur ständig warum die Briten verschiedenfarbige Kennzeichen haben, hinten gelb und vorne weiß, aber gut die fahren ja auch der falschen Straßenseite.
6/10 

Details
Ähnliche Filme