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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 29.03.2007 Die bereits siebte Verfilmung des Stoffes beginnt sehr konventionell und mit vorhersehbarem Handlungsablauf, gerade was die Differenzen zwischen den Engländern, Franzosen und Huronen betrifft. Die Dialoge sind dabei zwar gut, aber inhaltlich eben eher altbacken. Später nimmt Michael Manns Film dann an Fahrt auf und überzeugt mit schönen Bildern und gewaltigen Aufeinandertreffen, die nur leider zu unblutig/unrealistisch ausgefallen sind. Die wenigen expliziteren Szenen wie das herausgerissene Herz wirken dadurch einsam und verlassen. Es ist aber am Ende doch - auch wegen eines sehr guten Daniel Day-Lewis - ein intensiver, dabei allerdings zwiespältiger Film. Was sich auch im Score niederschlägt, der zwischen Standardprogramm und wirklich genialen Momenten hin- und herpendelt. *weitere Informationen: siehe Profil
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Heat-Regisseur Michael Mann liefert mit dem letzten Mohikaner ein schick fotographiertes Kolonialkriegs-Actiondrama ab, daß neben seinem erlesenen Cast vorallem durch fesselnde Actionszenen und spektakuläre Naturaufnahmen überzeugen kann. Hier stimmt eigentlich alles: Ein gelungener Spannungsbogen, solide Darstellerleistungen sowie ausgewogen über die Filmlänge gestreute, teils recht blutige Actionszenen, die keine Langeweile aufkommen lassen. Wenn es etwas zu kritisieren gäbe, könnte man anmerken, daß eventuell den Beziehungen zwischen den Charakteren etwas mehr Filmzeit hätte zukommen können, so daß sie individuell noch intensiver auf den Zuschauer wirken. Ein pompöseres Finale hätte dem Film eventuell auch nicht geschadet aber wir wollen nicht meckern: Der letzte Mohikaner ist ein rundum gelungener Film, den man nicht verpassen sollte!