Und wieder mal ein Film, von dem man Großartiges erwarten durfte, aber dann doch stark enttäuscht wurde.
Hugh Jackman und Christian Bale - zwei der charismatischsten Schauspieler der letzten Jahre. Dazu die Story und die Zeit, zu der der Film spielt (Ende des 19. Jahrhunderts).
Zwei beliebte und talentierte Magier, die von Freunden zu Konkurrenten und später zu Feinden werden.
Die Atmosphäre weiß eigentlich den ganzen Film lang zu überzeugen. Die Schausplätze sowie alles Äußere sind brilliant gewählt. Allerdings zieht sich der Handlungsfaden ewig und der Film ist ziemlich langweilig, wenn man ehrlich ist. Die prickelnden Showelemente und die Szenen, in denen wirklich etwas passiert und die Handlung vorangetrieben wird, sind einfach zu rar gesät. Da helfen auch 3 Scarlett Johanssons nix. Wie so oft stelle ich mir die Frage, warum ein Film zwei Stunden und mehr gehen muss. Vor allem, wenn man nicht genug Handlung dafür hat!
Die Welt im Umbruch vor Beginn des 20ten Jahrhunderts, das soziale Leben, Kleider und Art der Leute - das alles kombiniert mit den geheimnisvollen Magiern hätte wirklich gut werden können. Nur leider ist dieser Film wie das ganze Trara der Magier auf einer großen Seifenblase aufgebaut. Als diese am Ende des Films - leider auch noch relativ an den Haaren dahergezogen - platzt, ist man nur für einen kurzen Moment lang fasziniert, dann ernüchtert. Schade, Herr Nolan. =/
Fazit: Mit anderem Setting und anderen Schauspielern wären das vielleicht nur 2-3 Punkte geworden... So kann ich immerhin 6/10 geben.