The Prestige - Zuviel erwartet oder Alles nur fauler Zauber?
The Prestige - Meister der Magie ist sicher ein Highlight für Cineasten und Filmkenner. Vor allem Michael Caine ist immer wieder grandios und allein das Anschauen des Films wert. Christian Bale ist eine sichere, bewährte Identifikationsfigur. Die sehr gute Besetzung, gekonnte Inszenerung und sparsam eingeflochtene Gags können jedoch leider nicht überspielen, dass der Film ein paar Längen aufweist. Wer den Film nicht kennt, sollte hier vielleicht nicht weiterlesen, wenn er Wendungen nicht vorweg erzählt bekommen möchte. Denn es ist leider so (bei mir) dass das Ende viel zu vorhersehbar ist. Warum wohl gibt es von Bales Mentor im Film nie eine richtige Grossafnahme. Das der Mann verkleidet ist sieht man ihm schnell an. Und Wieso sind wohl auf einmal so viele Zylinder im Wald, nachdem die Wundermaschine angeschmissen wurde. Dass Hugh Jackman's Figur (Klon oder Original?) dann wieder auftaucht ist folglich nur eine Frage der Zeit. Soll man also den Schluss schon erwarten? Ich weiss es nicht. Eine Inszenierung, die nicht alles schon zu früh vorhersehbar macht, und dazu falsche Fährten legt hätte sicher mehr Sinn gemacht. "Leider" ist bei Christopher Nolan durch grosse Würfe wie Memento und Batman Begins die Messlatte dermassen hoch, dass es sehr schwer ist das noch zu toppen oder das Niveau zu halten (wie auch bei M Night Schamalayan). Deswegen muss man wohl einmal den Geist frei machen für Etwas komplett Unabhängiges. Dann wird man mit einer Geschichte belohnt die durchaus unterhält und evtl. beim wiederholten Sehen ein paar Raffinessen und Positive Eindrücke offenbart, die einem vorher entgangen sind. Sicher weit entfernt von einem Totalreinfall und angesichts der vielen Remakes und Fortsetzungen zurzeit eine angenehme Abwechsung. Im Anbetracht der Erwartungen an den Film aber leider eine kleine Entäuschung...
6.5/10