London, Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Zauberkünstler Robert Angier und Alfred Borden lernen sich kennen und beginnen einen freundschaftlichen Wettstreit um den besten, verblüffendsten, magischsten Zaubertrick ihrer Zeit. Doch bei einer Aufführung stirbt Angiers Ehefrau, weil sie sich bei einem von Bordens spektakulären Entfesselungstricks nicht rechtzeitig befreien kann - was aus den ehemaligen Freunden erbitterte Rivalen macht. Als Borden mit seinem Trick "Der transportierte Mann" zu Ruhm gelangt, indem er sich scheinbar von einem Ende der Bühne zum anderen teleportieren lässt, kennt Angiers Eifersucht keine Grenzen mehr. Von Rachegefühlen zerfressen und besessen davon, hinter das Geheimnis der Illusion zu kommen, versucht er alles, um Bordens Trick zu kopieren - was sich als schwieriger herausstellt als gedacht.
Die Welt der Magie wird seit einiger Zeit ja wieder gern von Hollywood berücksichtigt, seine es the Illusionist oder die beiden Unfaßbaren Filme, aber auch Prestige nutzt dieses Setting und hetzt sogar seine beiden Copperfield-Protagonisten aufeinander los. Anfangs sind die beiden Nachwuchszauberer noch beste Kumpels während der Ausbildung, was sich nach dem Tod von Angiers Ehefrau aber komplett zu einem Rosenkrieg dreht und die beiden sich spinnefeind sind und sogar versuchen sich mit allen Mitteln zu beharken und dem anderen sogar die besten Tricks auszuspannen.
Klar, das sich das Spektakel natürlich stark auf seine beiden zentralen Figuren konzentriert, wobei höchstens noch Michael Caine als Tricktüftler, Erklärbär und Narrator glänzen kann, dafür verkörpern Batman und Wolverine stark ihre beiden Charaktere, bei dem auch der Zuschauer nie so recht weiß, wem von beiden man die Daumen drücken sollte, denn beide haben ihre Licht- und Schattenseiten. Beide wollen sich gegenseitig ihren Teleportiertrick abjagen.
Diese Duell begleiten wir in dieser knapp zweistündigen Rückschau, denn auch die Zeitebenen wechseln manchmal munter durch. Nolan gelingt es dabei recht gut den Zuschauer in die Welt der Illusionisten mitzunehmen. Dazu kommen tolle Tricks und Bilder, gute Ausstattung des ausgehenden 19. Jahrhundert und zwei solide Egos, die aufeinander prallen.
7/10