Alle Kurzkommentare


3

Christopher Nolan und Christian Bale sind in den Augen der meisten Filmfreunde ein famoses Gespann, doch bei mir gehen bei den beiden Namen die Alarmsirenen im Kopf an. Ich sage nur: die gnadenlos überschätzte DARK KNIGHT Trilogie! Hugh Jackman hat außerhalb seiner Wolverine-Paraderolle auch in viel Mist mitgewirkt. Ich muss die beiden für ihre Besessenheit (sich körperlich ihren Auftritten anzupassen) bekannten Darsteller jedenfalls nicht sehen, wie sie als großspurige Bühnenmagier miteinander wetteifern. Dass ich keine Kostümfilme mag, insbesondere keine, die im England des 19. Jahrhunderts spielen, ist auch nicht gerade hilfreich. Einmal mehr wird deutlich klar: Nur weil eine Geschichte zwanghaft versucht, Klasse und Würde zu simulieren, heißt das noch lange nicht, dass sie diese Dinge dann auch wirklich besitzt. Ich habe mich entsetzlich gelangweilt und mir das Ende sehnlichst herbei gewünscht.

9

Die perfekte Mischung zwischen Mystery, Spannung und Thrill, eben das Werk eines der besten Regisseure unsere Tage. Zentralthema ist die Rivalität zweier Männer, die fesselnder nicht inszeniert sein könnte. Ganz im Zeichen der Illusion jagt ein überraschender Moment den anderen, der Zuschauer wird regelrecht durcheinander gewirbelt. Magie!

9

Geniestreich! Für mich der bleibendste Film des Kinojahres 2007. PRESTIGE ist virtuos inszeniert, mysteriös, atmosphärisch dicht, eine Freude für Ästheten, dabei aber immer wieder überraschend und fesselnd. Ein Film für ein erwachsenes Publikum, der nicht mal soeben nebenbei geschaut werden kann, man läuft sonst Gefahr Details zu übersehen, die das Geschehen plausibel machen. Das klingt nach "Anstrengung"; aber hat man den Plot erst einmal erfasst, ist man sich sicher, einen künftigen Klassiker gesehen zu haben. Bislang scheinen wenige PRESTIGE gesehen zu haben (sind die Sehgewohnheiten der Masse wirklich so banal ausgerichtet?). Vielleicht ist PRESTIGE ein Sleeper, von dessen Klasse sich in den kommenden Jahren noch viele überzeugen werden...

8

Dieser Film über Zauberei schafft es wirklich einen magisch anzuziehen und an die Leinwand oder den Fernseher zu fesseln. Auch wenn man gewisse Überraschungen schon erahnen kann, so hat der Film doch noch eine ungedachte Wende. Auch wenn diese auf den ersten Blick eher ernüchternd ausfällt, so macht sie dennoch Sinn. Der ganze Film erschließt sich einem und das Ende rundet alles ab. The Prestige ist mysteriös und bezaubernd und wenn auch eher actionarm und nicht besonders spannend, trotzdem sehr unterhaltsam. Für mich verdient dieser Film 8 / 10 Punkten!

10

Wie schon Insomnia ist auch The Prestige ein langsamer, aber nie langweiliger Film, dessen Story sich im Rahmen einer interessanten zeitlichen Verschachtelung entfaltet. Dabei steuert alles auf die finale Auflösung hin, die trotz vieler Andeutungen überrascht, dabei aber völlig logisch bleibt und den Zuschauer befriedigt zurücklässt. Unterstützt von großartigen Schauspielern (auch wenn Hugh Jackman nicht an Christian Bale oder Michael Caine herankommt) gelingt Christopher Nolan mit The Prestige ein weiteres Meisterwerk und mit Sicherheit einer der besten Filme des Jahres.

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