Review

Die Geschwister Darry (Justin Long) und Trish (Gina Philips) fahren zu ihren Eltern nach Hause. Auf einer abgelegenen Landstraße abseits der üblichen Route geraten sie in die Fänge eines Dämons, der Jagd auf Menschen macht, um seinen Hunger zu stillen…

Sehenswerter Horrorfilm, der sich in so ziemlich jeder Hinsicht positiv von ähnlich gelagerten Filmen abhebt: Die Dialoge sind schlagfertig und witzig; die Inszenierung beweist einen ausgeprägten Sinn für Atmosphäre; und die Kabbeleien des Geschwisterpaars bewegen sich weit abseits der üblichen Beziehungsklischees. Stattdessen neckt die ältere Schwester ihren kleinen Bruder wegen seiner haushälterischen Unselbständigkeit und seiner möglichen Homosexualität – eine dezent gelegte Fährte, die mit den fetischistischen Jagdmethoden des Dämons (er schnüffelt an ungewaschener Wäsche) und einer ominösen Weissagung (nur eins der Geschwister hat, wonach der Dämon sucht) korrespondiert und allerlei schauerliche Ahnungen im Kopf des Zuschauers freisetzt. So wird die Fahrt zu den Eltern auch zu einem doppelbödigen Gleichnis für die harte Arbeit, die Heranwachsende zu verrichten haben, wenn sie selbständig werden und eine eigene Identität ausbilden wollen, zugleich aber das Nest, aus dem sie stammen, noch nicht endgültig aufgeben können. Aus der Flut an Horrorfilmen, die seit Mitte der 90er Jahre wieder vermehrt auf den Markt gekommen sind, einer der wenigen, der wirklich unheimlich und nachhaltig beunruhigend wirkt.

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