Vier ausgebuffte Gauner werden eher unfreiwillig vom Geheimdienst zusammengewürfelt, um Gelddruckplatten im Namen der Regierung zu stehlen. Den Vieren gelingt das mit Hilfe einer Hackerin auch. Doch der Auftraggeber spielt ein falsches Spiel...
Kritik:
Und wieder ein '97er - Film, der etwas mehr versprach, als er halten konnte. Doch besser als beispielsweise "Hero" ist er allemal. "Downtown Torpedoes" ist ein Spionage-Actionthriller in der Tradition von "Mission Impossible". Nun haben die Kantonesen mit diesem Genre ja so gut wie keine Erfahrung. Und für einen ersten Versuch ist dieser Film auch überraschend gelungen. Die Geschichte ist angefüllt mit Bond-mäßigen Gadgets, viel High-Tech-Schnickschnack, zahlreichen Locationwechsel (von Deutschland über HK bis nach Ungarn) und mordsmäßig gut inszenierten Adrenalinstößen. Man hat in letzter Zeit selten eine so gute Zusammenarbeit von Kamera, Schnitt und Musik wie bei den hier gezeigten Shootouts, Kämpfen, Explosionen und Verfolgungsjagden gesehen. Der diesjährige HK-Oscar für die beste Actionregie ist durchaus gerechtfertigt. Nur leider, LEIDER hat der Film nicht wirklich viel Action. Und das macht sich spätestens bemerkbar, wenn nach einer guten Stunde die ganze Story mit den Druckplatten etwas zu langweilig und eintönig wird. Das trotzdem gute und überraschungsreiche Drehbuch hätte sich sowieso weniger auf Computer, und vielmehr auf die Akteure konzentrieren sollen. Diese sind nämlich recht uninteressant. Takeshi Kaneshiro hat wenig zu tun, und auch Charlie Yeung nimmt man ihre Figur nicht ab. Theresa Lee in einer Fünf-Minuten-Rolle ohne Dialog ist total verschwendet. Dagegen sind sowohl Jordan Chan als auch...ähm...Ken Wong (?) als ausgebrannt wirkender Alkoholiker hervorragend. Und Alex Fong als bad guy liefert nach "Lifeline" schon wieder ausgezeichnete Arbeit (Gebt dem Typen endlich mal eine Hauptrolle in einem A-Film!). Wie gesagt, empfohlen ist der Film vor allem wegen den Actionszenen. Wären diese quantitativ zahlreicher geworden, UND im Gegenzug das Drehbuch fesselnder, hätte "Downtown Torpedoes" sogar in den 9er-Bereich vordringen können. Schade. Geradeso: 8/10