Die junge Mexikanerin Alma wurde mit einem Schlangenfluch belegt. Zusammen mit Ihrem Freund Brujo versucht sie nach Los Angeles zukommen, um dort von einem Schamanen geheilt zu werden. Hierzu schmuggeln sie sich auf einen Zug, wo Alma eine Schlange nach der anderen erbricht. Diese entkommen, wachsen schnell und nisten sich in andere Fahrgäste ein, Panik ist vorprogrammiert, und so rast der Horrorzug Führerlos daher.
Schau mal an, die Asylum Bude mockbustert mal wieder. Immer wieder schön die "zufällig" gleich klingenden Namenskonstrukte zu genießen, denn das sich Snakes on a Train nicht nur vom Namen her an Snakes on a Plane (hey das reimt sich ja sogar) erkennt auch ein blinder ohne den Film gesehen zu haben. Lustigerweise verkauft ihn die Halloween Kompilation unter dem Titel Zombies im Zug, nur ist so ziemlich das einzige was nicht vorkommt irgendetwas ähnliches einer oder mehrere Zombies. So kann man wenigstens beim Titel ein wenig grinsen, alles was nach dem Startmenü kommt, gibt dafür nämlich weniger Anlaß.
Das alles mit dem ganz schmalen Geldbeutel produziert wurde und unser Zug nichts anderes ist als irgendwelche alten Waggons, die irgendwo rumstanden (keinerlei Außenansichten durch Fenster sind erkennbar), davon konnte man im vornherein ja auch bereits ausgehen. Bekannte Darsteller wurden auch nicht verpflichtet, das ist schon sehr schwach was sich hier vor der Kamera so tummelt, aber wenigstens wurde das nervige 6-jährige Balg abgemurkst, auch wenn der Rest nur unwesentlich besser spielt.
Für FSK 16 ist die Schlängelei dann aber sogar recht blutig ausgefallen. Nicht nur das es eklig ist das die ständig jammernde Alma eine Schlange nach der anderen auskotzt, auch die Viecher selber richten blutigen Schaden. Da hätte es gern etwas mehr davon sein dürfen, statt gegen Ende den miserablen CGI Hammer auszupacken und eine Riesenschlange den ganzen Zug verspeisen zu lassen. Außerdem dürfen viel zu viele der stereotypen Klischeebande überleben, sogar irgendwelche Nebenfiguren, die sonst nur das übliche Kanonenfutter bilden.
Wirklich zu fesseln vermag der Film dann auch insgesamt nicht. Bis die Schlangen endlich losgelassen werden dauert es die halbe Laufzeit und wirklich interessantes gibt es bis dahin kaum zu sehen. Bleibt das zu erwartende Fazit, an Snakes on a Plane kommt diese Nummer lang nicht heran. Asylum hat wahrlich schon schlimmeres verbrochen, aber einen guten Horrorfilm haben sie wieder nicht hinbekommen.
4/10