Eingemauerte Schönheit
In diesem zweiten und abschließenden Teil seines aufwändigen „Indienabenteuers“ führt Fritz Lang die Geschichte einer gefährlichen Liebe zwischen einem deutschen Architekten und einer indischen Tänzerin zu Ende, wenn sich die beiden gegen einen gefährlichen Maharadscha und seine Schurken zur Wehr setzen müssen…
Das fünfzehnte Weltwunder… der Liebe
„Das indische Grabmal“ führt genau den gleichen Stil wie sein Vorgänger fort, an den er auch inhaltlich unmittelbar absetzt. Alleine funktionieren die Teile also nicht. Zumindest nicht befriedigend. Doch dieser „Part II“ hat gefühlt zumindest etwas mehr Action, Abschluss und Höhepunkte als sein eher expositorischer Vorläufer. Was jetzt aber nicht heißt, dass Fritz Lang hier ein Feuerwerk entfacht. Es bleibt ein indisch-deutsches Fest der Prachtstoffe, Strahlefarben und Klischeemythen. Fast nur Oberfläche. Plus mit heutzutage undenkbaren Dingen wie „Black-/Brownfacing“ muss man zudem leben, aber das bringt nunmal die damalige Epoche und Einstellung mit sich. Zu böse stößt mir das hier auch gar nicht auf. Vielleicht lenkt mich die hypnotisch hübsche Debra Paget auch zu sehr ab - bei diesem Hüftschwung kann man(n) nur noch wenig Anderes wahrnehmen. Was für eine zeitlose Schönheit und Sexyness! Wenn nun doch nur der Rest dieses epischen Zweiteilers einen ähnlichen Schwung hätte…
Lang und die Kitschonauten
Fazit: Mehr Action, mehr Aufwand, mehr Brillanz - genauso wenig Story und Spannungskurve… Das Finale von Langs „1001er indischen Nacht“ macht visuell immer noch massiv was her, ist für mich aber inhaltlich eine golden-glitzernde Schachtel mit sieben Topazsiegeln!