Mit "Der Fälcher von London" brachte die Rialto schon den siebten Edgar Wallace Film in die Kinos. Es war der dritte Film unter der Regie von Harald Reinl. Er brachte auch gleich wieder seine Ehefrau Karin Dor mit, die mir diesmal außerordentlich gut gefallen hat. Sie spielte die Ehefrau von Peter Clifton (Hellmut Lange). War es zu Anfang mehr eine Ehe aus gefallen zu ihrem Onkel und zur Absicherung, wurde während des Films auf einmal wahre Liebe daraus und das obwohl sie sich nie sicher sein konnte, das ihr frischgebackener Ehemann nicht doch ein Mörder ist. Klasse gespielt von Karin Dor, die diesmal mehr zeigte, das sie mehr sein kann, als nur schöne Dekoration. Zum erstenmal in einen Wallace Film, ist auch Hellmut Lange zu sehen, der eine wirklich bemerkenswerte Darstellung bot. Siegfried Lowitz als Oberinspektor Bourke konnte ebenfalls überzeugen. Ich mag es, wenn er in seine Rolle, einen gewissen Humor miteinfließen läßt. Eddi Arent ist wieder mit dabei, hat aber zwei wirklich kurze Auftritte, wobei man darauf auch hätte verzichten können. Da die Geschichte ziemlich ernst rüberkommt, passte sein komischer Auftritt nicht so ganz. Gestört hat es mich aber nicht sonderlich. Hervorheben möchte auch noch den Auftritt von Viktor de Kowa. Der spielte seine Rolle sehr gut, als der Arzt von Peter Clifton. Glaubt man zu Anfang noch er setzt sich für seinen Freund und Patienten ein, merkt man je länger der Film läuft, das er ein falsches Spiel treibt. Wunderbar gespielt von ihm. Aber auch die anderen sollen nicht unerwähnt bleiben. Mady Rahl, Walter Rilla, Robert Graf, Joseph Offenbach, Ulrich Beiger. Alles erlesene Darsteller. Diesmal ist Regisseur Harald Reinl auch mehr auf die Geschichte und die Darsteller eingegangen und verzichtet dafür auf großartige Actionszenen. Die Geschichte ist sehr Spannend und auch die Auflösung kommt überraschend und nicht so erwartet, da man immer meinte jemand anderes wäre " Der Gerissene". Ein wirklich gelungener Film.