Review

Der schwarz-weiß Film "Einer kam durch" erzählt die wahre Geschichte des Piloten Franz von Werra, der während des zweiten Weltkrieges in Gefangenschaft gerät. Zu Beginn des Streifens sieht man die Gefangennahme. Danach (ungefähr eine halbe Stunde) kann der Zuschauer einige Verhöre mitverfolgen. Außerdem werden während dieser Zeit die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Durch diese lange Einführungsphase wirkt der Streifen zu Beginn an einigen Stellen etwas langatmig, wirklich Langeweile kommt aber nicht auf.

Danach beginnen die verschiedenen Fluchtversuche (die Anzahl verrate ich absichtlich nicht, um die Spannung nicht zu nehmen), welche sehr temporeich umgesetzt wurden. Außerdem sind diese sehr spannend inzeniert. Man fiebert förmlich mit dem Hauptcharakter mit. Interessant ist dabei auch die Vorgehensweise des Flüchlings, die schon sehr dreist und gewagt ist. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass der Krieg in der Erzählweise der Geschichte hier sehr weit in den Hintergrund rückt und kaum eine Rolle spielt. Übliche Kriegsbilder gibt es zumindest keine zu sehen.

Der Film lebt fast ausschließlich vom Hauptdarsteller. Hardy Krüger liefert hier eine sehr überzeugende Darstellung. Die anderen Schauspieler bieten zumindest auch eine solide Leistung. Trotz seines Alters kann der Film auch heute noch sehr überzeugen. Filmfans sollten diesen Streifen nicht verpasst haben!
sehr gute 7 Punkte

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